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- Kategorie: Panama 21 / 22
Zuerst etwas Geldwäscherei, dann die Fahrt nach Westen bis David
Unser nächstes Ziel war heute David, die mit 140’000 Einwohnern zweitgrösste Stadt Panamas. Die 284 km sollten gemäss Navi in 3:45 Stunden zu schaffen sein. Wir benötigten dann aber doch knappe 5 Stunden, da wir die Horror-Strecke mit den Schlaglöchern nochmals abfahren mussten.

Als ich im Restaurant noch die Rechnung für unser Frühstück begleichen wollte, meinte der nette Servierkörper, leider sei das Kreditkartenterminal gerade ausser Betrieb. Ich zahlte deshalb mit Bargeld, wie immer in Panama mit US-Dollar. Er nahm meine Noten entgegen und sprayte sie mit Desinfektionsmittel ein. Als ich ihn fragte, was der Grund sei, meinte er, dies sei Vorschrift wegen Covid. Geldwäscherei mal etwas anders!

Auf der ersten Teilstrecke gab es links und rechts der Strasse immer diese lustigen Bäume. Diese werden in vielen süd- und mittelamerikanischen Ländern als Arbol del turista bezeichnet, botanisch heissen sie Bursera simaruba. In einigen Ländern heissen sie auch Indio desnudo. Die Rinde schält sich wie die Haut eines Touristen, der zuviel Sonne erwischt hat. Beim Indianer ist wohl eher die Hautfarbe gemeint.

In David angekommen und im Hotel eingerichtet machten wir uns zu Fuss auf den Weg ins Stadtzentrum. Dort liegt der Parque Miguel de Servantes Saavedra, ein quadratischer Platz, der mit Bäumen bestanden ist und wo zu normalen Zeiten viele Glace-Verkäufer und sonstige Kleinhändler ihren Geschäften nachgehen. In der aktuellen, eher abnormalen Zeit, war hier nichts los.

David gilt als heisseste Stadt Panamas doch dem Schneemann im Parque war davon nichts anzusehen. Lediglich der linke Arm war abgebrochen, der Rest ist noch gut im Schuss. Im Gegensatz zu ihm lief bei uns der Schweiss in Strömen.

Dieses seltsame Gebäude steht ebenfalls am Parque, es ist der lokale Sitz des Banco Nacional de Panamá.

Die Kathedrale von David liegt an einer anderen Seite des Parque. Sie ist jedoch zwischen modernen Häusern eingezwängt und auch sonst nichts Besonderes.
An dieser Stelle muss ich den Baumeistern in Panama ein grosses Kränzchen winden. Es gibt kaum eine Strasse, wo die Randsteine und Trottoirs nicht mitRollstuhl-Rampen versehen sind. Da könnten sich die Damen und Herren in der Schweiz ein dickes Stück abschneiden!
