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Tagesausflug nach Boquete, unserem geografischen Höhepunkt in Panama
Nach 35 km erreicht man von David aus die Ortschaft Boquete. Diese liegt in einem Talkessel zwischen einigen Vulkanen, darunter auch der Volcan Barú, dem mit 3’474 m höchsten Berg Panamas. Der Gipfel ist mit dem Fahrzeug nicht zu erreichen, dies geht lediglich mit einer längeren Wanderung. Für mich unmöglich. Wir begnügten uns mit der Besichtigung des Ortes und der Umgebung. Boquete gilt als beliebter Wohnort für Expats, sowohl aus den USA als auch aus Europa sollen hier viele Pensionierte leben. Der Ort ist zudem auch bei Touristen sehr beliebt, da es in der Gegend viele gute Wanderwege sowie auch Aktivitäten wie River-Rafting und Mountainbiking gibt.

Der Himmel war heute in den Bergen bewölkt mit einigen blauen Stellen zwischen den weissen Wolken. Auf 1’000 m lag die Temperatur etwas tiefer als auf Meereshöhe, um den Mittag stieg das Thermometer aber immer noch auf angenehme 24°. Die Hauptstrasse in Boquete teilt sich und führt an beiden Seiten der Innenstadt vorbei. Das Klima ist übrigens der Hauptgrund für die Anwesenheit der vielen Expats.

Nördlich des Stadtzentrums steigt die Strasse stark an, am Ziel gibt es Wasserfälle sowie viele Kaffeeplantagen. Auf dem Weg lag auch diese interessante Felsformation. Basalt-Säulen stehen normalerweise senkrecht, während diese hier waagrecht erstarrt sind oder im Laufe der Zeit seit ihrer Entstehung durch geologische Aktivitäten erst in diese Lage gebracht wurden.

Die Wasserfälle waren für mich nicht erreichbar. Wir hätten vom Parkplatz aus 2.7 km über Stock und Stein und 350 Höhenmeter steigen und dann erst noch denselben Weg zurück gehen müssen. Unmöglich. Der Parkplatz auf 1’578 m.ü.M. markierte aber trotzdem den geografischen Höhepunkt unserer Reise in Panama.

Entlang der Strasse sahen wir einige Kaffeeplantagen, die Bohnen sind bald erntereif. In Boquete genossen wir in einem kleinen Kaffeehaus einen frisch gebrühten Espresso aus den lokalen Bohnen. Leider war die Maschine nicht optimal eingestellt, so dass der Kaffee eher sauer daherkam.

Eine ganz neue Statue feiert den 200. Jahrestag der Unabhängigkeit von Spanien, welcher dieses Jahr ansteht.

Boquete war von 1916 bis in die 1970-er Jahre an die Eisenbahn der Provinz Chiriqui angeschlossen. Heute steht nur noch das ehemalige Bahnhofsgebäude, welches anderen Zwecken dient. Die ganze Bahninstallation in der Provinz mit ursprünglich 81 km Schienennetz selber ist nicht mehr aktiv und die Installationen verrotten langsam.

Heute sollte in Boquete eine grosse Blumen- und Kaffeeausstellung beginnen. Die Blumen sind schon ausgestellt, das Gelände ist jedoch noch nicht zugänglich. Einige schöne farbige Bilder liessen sich trotzdem machen. Auch sonst ist die Stadt sehr farbenfroh, davon einige Bilder.

An diesem Stand werden Erdbeeren sowie Kaffee verkauft. Auch Schokolade war immer wieder im Angebot.

Die Nachfahren der Ureinwohner lieben farbige Kleider über alles. Für Touristen werden diese Kleider und Zubehör ebenfalls angeboten und offenbar auch gekauft. Wie viele davon wohl in den Heimatländern der Reisenden einfach in irgendeinem Schrank oder gar im Altkleider-Sack verschwinden?

Auch hier lagen farbige Accessoires zum Verkauf bereit.

Wo die Kleider vielfarbig sind, will die Natur selbstverständlich nicht nachstehen. Gelbe Datura-Blumen strahlen mit lila Bougainvillea um die Wette.

Im Stadtzentrum fuhr plötzlich ein Geländewagen vor und der Fahrer rief die Umstehenden dazu auf, sich bei seinem Gemüse gratis zu bedienen. Es gab Berge von frischen Zwiebeln sowie schöne grosse Kopfsalate. Auch uns wollte er beglücken, ich bedankte mich und sagte aber, wir hätten leider keinen Bedarf, da wir nicht kochen. Seine Ware fand bei den Einheimischen reissenden Absatz.
Am späteren Nachmittag, als wir zurück in David beim Bier sassen, gab es einen Wolkenbruch: Der erste Regen, seit wir in Panama reisen. Kurz danach herrschte wieder eitel Sonnenschein, die Temperatur fiel lediglich um kaum spürbare wenige Grade.
