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Zurück nach Panama City
Nach dem Frühstück verliessen wir unseren Badeort und fuhren nach Panama City zurück. Wir übernachteten in einem modernen Hotel im neuen Stadtteil und wollten den Nachmittag und Abend nochmals im Casco Viejo verbringen, der Altstadt.

Die Puente des las Américas überspannt den Panamakanal, bevor dieser in den Pazifik übergeht. Wir überquerten die Brücke ebenfalls, ich wollte jedoch zuvor noch ein Bild schiessen. Links die Brücke und rechts davon das moderne Panama City mit seinen Hochhäusern.

Ganz an der Spitze der Altstadt liegt die Plaza de Francia wo mit einem Denkmal den erfolglosen französischen Kanalbauern gedacht wird. Der Franzosen-Güggel schmückt die grosse Sieges-Säule. Was für ein Sieg hier wohl gefeiert wird? Die Franzosen mussten ihre Bemühungen abbrechen, da die Gesellschaft Konkurs ging. Erst die Amerikaner schafften im zweiten Versuch den Durchbruch. Die Franzosen ihrerseits können sich immerhin mit der Vision und Planung des Kanals schmücken. In den Nischen hängen und stehen verschiedene Plaketten und Büsten von zeitgenössischen Franzosen.

Eine dieser Plakette fand ich besonders interessant. Carlos J. Finlay war ein kubanischer Arzt, der die Mücken als Überträger der Gelbfieber-Krankheit erkannte. Als dies klar war, konnte etwas gegen die Mücken unternommen werden. Während des Baus des Panama-Kanals starben in einer ersten Phase mehr als 22’000 Arbeiter meist an Gelbfieber oder Malaria. Eine interessante Nebengeschichte dazu: Da zwischen 1881 und 1189 so viele Arbeiter an den Fiebern starben, ordnete ein französischer Arzt an, dass die Bettpfosten in den Arbeiterunterkünften in Wassereimer gestellt würden um so die Mücken abzuhalten. Leider waren das dann genau die Brutstätten für die Mücken …

Das letzte Nachtessen in Panama genossen wir in der Altstadt auf einer Dachterrasse eines Restaurants. Die untergehende Sonne tauchte die Altstadt in ein sehr schönes Licht.

Der aufgehende Mond verschwand leider bald hinter einer Wolke, ich erwischte ihn gerade noch, bevor er sich verabschiedete.
Morgen fahren wir noch die letzten 20 km zum internationalen Flughafen, geben unser Auto ab und fliegen dann nach San José in Costa Rica, wo der zweite Teil der Reise beginnt!
