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Angkor Thom, die grosse Stadt
Um die Jahrhundertwende 12. / 13. Jhdt. wurde die Stadt Angkor Thom nahe von Angkor Wat errichtet. Etwa 1 km nördlich von Angkor Wat entstand eine neue Stadt mit vielen Tempeln. Heute sind einige der Gebäude noch in gutem Zustand, viele andere sind jedoch nur noch Ruinen. Angkor Thom bedeutet in der lokalen Sprache 'Grosse Stadt'. Sie wurde nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Nachbarn und nachdem der Sieger als neuer König den Thron bestieg, erbaut.

Auf dem Weg von Angkor Wat zu Angkor Thom überquert man eine Brücke über den künstlichen See, welcher Angkor Wat umschliesst. Anstelle eines Brückengeländers stehen hier Buddha-Figuren. Bei einigen sind die Gesichter entstellt, bei anderen sind diese noch in gutem Zustand.

Der Wassergraben wird heute von Ausflugsbooten genutzt, mit welchen Einheimische auf dem Wasser fahren. Am heutigen Sonntag waren einige Boote unterwegs.

Ein kleiner Gecko liess sich von mir fotografieren, als er kopfüber an einer der Statuen hing. Sein deutscher Name ist Gewöhnlicher Haftzeher, so doof.

Der Bayon-Tempel ist die grösste noch bestehende Struktur in dieser Stadt.

Der Aufgang zur Anlage wird mit einer Holztreppe vereinfacht. Die Sandsteine sind stark vermoost und während der Regenzeit sehr glitschig. Auf der rechten Seite des Aufgangs steht noch eine Löwenfigur, welche den Eingang bewacht.

Die Türme des Tempels werden von Gesichtern geschmückt, welche in alle 4 Himmelsrichtungen schauen. Auf der obersten Eben wären diese Figuren besser sichtbar, aktuell ist diese aber wegen Rennovationsarbeiten geschlossen. So blieb mir diesmal nur die Aufnahme von unten.

Buddha-Figuren sind auch im Bayon-Tempel allgegenwärtig. Viele Einheimische zünden Räucherstäbchen an und spenden Geld sowie auch Früchte und Blumen.

Kleine Affen sind allgegenwärtig. Sie heissen Javaner-Affen und gehören zur Gruppe der Makaken. In Gegenwart dieser Tiere heisst es aufpassen, sie entreissen den Unvorsichtigen offenbar Brillen und auch Smartphones.

Einer der bekanntesten Tempel in der Gegend ist Ta Prohm, den wir selbstverständlich nicht ausliessen. Unser Tuk-Tuk Fahrer liess und auf der einen Seite aussteigen und erwartete uns auf der anderen für die Weiterfahrt. Insgesamt geht man etwas mehr als einen Kilometer durch die Anlage.

Die eigentliche Attraktion von Ta Prohm sind die Bäume, welche auf der Anlage wachsen. Diese wurde absichtlich nicht entfernt, um den Besuchern einen Eindruck zu geben, wie die Anlage mitten im Regenwald bei der Wiederentdeckung ausgesehen hat.

Eine enorme Würgefeige wächst auf diesen Mauern, ihre Wurzeln dringen in sämtliche Ritzen ein. Viel der Anlagen würden auseinander brechen, wenn die Bäume nicht kontrolliert würden. Die Natur würde sich die Menschen-gemachten Strukturen schnell wieder einverleiben.

Ausser dem Baum ist hier kaum mehr etwas zu sehen.

Diese Wurzeln quellen aus allen Ritzen!

Bei einer weiteren Anlage steht noch eine grosse Wand voller Figuren, welche in den weichen Sandstein gehauen wurden. Welch gigantischer Aufwand hier betrieben wurde! Wenn man dann noch die Temperaturen von um die 30 Grad sowie die hohe Luftfeuchtigkeit bedenkt, wird die Leistung noch beeindruckender. Und das alles ohne Maschinenkraft.

Dieser Parkplatz steht für die Tuk-Tuk sowie die Tourbusse zur Verfügung. Bei meinen früheren Besuchen standen hier jeweils sehr viele Tuk-Tuk, heute nur einige wenige. Tourbusse gab es gar keine. Ebensowenig wie Touristen.
