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- Kategorie: Cambodia 22
Einmal mehr Angkor Wat
Da mein Reisepartner Paul noch nie in Angkor Wat war, besuchten wir heute die Anlage. Für mich war es bereits der fünfte Besuch und ich genoss es einmal mehr!
Um 10 Uhr ging es in Bangkok los und nach knappen 55 Minuten landeten wir in Siem Reap, Kambodscha.

Bereits beim Anflug zeigte sich das Wasser, welches grosse Gebiete der Gegend überflutet. Starke Regenfälle während der aktuellen Monsunzeit liessen die Flüsse über die Ufer treten. Mir schwante Schlimmes …

Im modernen Flughafen von Siem Reap bemerkte ich interessante Hinweis-Schilder für die Toiletten. Dasjenige für die Männer war noch einigermassen „normal“.

Die Frauen werden mit einer extremen Vespentaille dargestellt und die Behinderten dürfen zusammen mit den Babys auf dieselbe Toilette. Hübsche Symbole.

Zur Zeit hat es hier erst sehr wenige Touristen, viele Hotels und Restaurants sind aktuell noch geschlossen. Für die Einheimischen ist das eine Katastrophe, da sie seit Beginn der Pandemie im Januar 2020 kaum mehr Arbeit haben. Für uns Touristen ist das angenehm, da sich so problemlos Fotos ohne viel störende Leute machen lassen. So menschenleer sah ich die Anlage noch nie.

Auch hier gab es viel Wasser, doch auf den meisten Wegen konnte man trockenen Fusses verkehren. Der Haupttempel spiegelt sich wunderbar im davor liegenden Wasser. Meine Befürchtungen stellten sich glücklicherweise als übertrieben heraus.

Auch im Innern waren kaum Leute. Bei meinen früheren Besuchen musste ich jeweils lange warten, bis ich ein einigermassen menschenleeres Bild schiessen konnten. Oder dann in der Foto-App lange editieren, bis die störenden „Farbflecken“ entfernt waren.

Die ganze Anlage ist verziert, kaum eine Stelle ist ohne Verschönerungen. Die Öffnungen werden mit gedrechselten Steinsäulen verschlossen. So kann der Wind frei zirkulieren. Viele Teile der Anlage sind in einem guten Zustand, die meisten Mauern bestehen aus Sandstein, der sich gut bearbeiten liess.

Gerade als wir am höchsten Punkt der Anlage standen, zog ein Wolkenbruch über uns. Wir waren glücklicherweise geschützt und konnten das Geschehen von unserem Aussichtspunkt aus geniessen.

Bereits nach kurzer Zeit schien wieder die Sonne und goss ein wunderbares Licht über den Tempel. Ein Fotografen-Traum.

Eine der für die Khmer-Architektur typischen Strukturen markiert die eine Ecke der zentralen Plattform.

An vielen Wänden verewigten die Frauenhelden Khmer Frauen-Figuren. An einigen Stellen wurden die Figuren gereinigt, an anderen harren sie noch der Pflege. Die ganze Anlage ist so gross, dass dies wohl noch lange Zeit erforderern wird.

Auf dem Rückweg noch ein letztes Bild des Tempels, kurz bevor schon der nächste Wolkenbruch über uns hereinbrach. Wir warteten den Regen in einem kleinen Restaurant ab und meine Füsse fanden dort reges Interesse einer Katzenfamilie.

Auf dem Weg zurück zu unserem Hotel fuhren wir an Kantha Bopha vorbei, dem Kinderspital, welches Beat Richner hier betrieb. Der Zürcher Kinderarzt Richner - auch gekannt als Beatocello - leistete in Kambodscha grossartige Arbeit und seine Urne wurde hier vor dem Spital beigesetzt. Falls Sie, geneigter Leser noch etwas übrige finanzielle Mittel haben, freut sich das Spital auf Ihre Spende. Diese kann übrigens von der Steuer abgezogen werden. Mehr zu den Spitälern der Gruppe und der Arbeit von Beat Richner gibt es hier.
Das Geld, dass Ihnen schwer auf dem Portmonnaie liegt, können Sie hier platzieren.
