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- Kategorie: Cruise von Rom nach Tampa, Florida
Landgang auf Lanzarote
Den gestrigen Tag und die letze Nacht verbrachten wir auf hoher See, wir fuhren von Cartagena durch die Strasse von Gibraltar und folgten dann der afrikanischen Küste bis wir heute morgen in Lanzarote anlegten.
Sobald die Gangway angelegt war und die Zollbehörde das Schiff freigab, machte ich mich auf den Weg in die Stadt Arrecife. Auf einen organisierten Ausflug hatte ich keine Lust, zumal ich die Insel recht gut kenne.
Der Weg, welcher von der Anlegestelle ins Zentrum führte, war für Touristen angelegt. Er wurde meist abseits der Strasse geführt, lediglich an einzelnen Stellen wurde ein Trottoir genutzt. Am Ende dieses Weges ging es etwa 10 m hinauf auf das Niveau der Stadt. Diese imposante Treppe ermöglichte es auch Rollstuhlfahrern, die Steigung zu überwinden. Allerdings sah ich heute keine Rollstuhlfahrer.
Ein Teil der früheren Hafenbefestigung wirkte angesichts der Kreuzfahrt-Riesen eher klein. Heute ist hier Museum untergebracht.
Lanzarote ist wie die südlich gelegene Nachbarinsel Fuerteventura sehr windig. Früher gab es hier auch viele Windmühlen. Doch genau wie die anderen ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäude werden sie nicht mehr genutzt und zerfallen langsam. Die Arbeit im Tourismus ist offenbar weniger anstrengend als die Landwirtschaft.
Dieser kleine Leuchtturm ist wohl nur noch Dekoration, er steht viel zu weit vom Meer entfernt.
Im Zentrum der Stadt liegt der Charco de San Ginés, ein Meeresarm rund um den viele kleine Restaurants und Cafés angesiedelt sind. Kleine Fischerboote liegen hier vor Anker.
Fortschritt auch auf Lanzarote: Eine Elektro-Ladesäule mit zwei Parkplätzen steht im Zentrum zur Verfügung. Während meines Besuchs unbenutzt.
Fensterläden müssen nicht eintönig sein. Früher hatte man noch Zeit und Musse für individuelle Läden. Die neuen Häuser haben auch hier nur noch Industrie-Rollläden.
Das Castillo de San Gabriel steht auf einem kleinen Inselchen vor der Stadt. Über zwei Wege ist es aber trockenen Fusses gut zu erreichen. Auf der Insel gibt es zudem einige Strände, die heute gut besucht waren.
11 m lang und 8’000 kg schwer war dieses Bryd’s Whale - Weibchen als es 1995 tot in Teneriffa angeschwemmt wurde. Nun ist das Skelett hier ausgestellt, um die Einwohner der kanarischen Inseln auf die Wichtigkeit des Umweltschutzes hinzuweisen. Gestern sahen wir einige Male Wale und Delfine, als wir vor der marokkanischen Küste vorbei fuhren. Zum Fotografieren waren sie aber viel zu weit weg.
Heute hat sich endlich ein Problem in meiner Kabine gelöst. Als ich in Rom in die Kabine kam, war die Temperatur „a l’americaine“ sprich ARSCHKALT! Die Amis regulieren ihre Klimaanlage jeweils genau so, maximal 18°C. Ich mag das nicht. Ich regulierte die Klimaanlage in der Hoffnung, es würde besser. Die Nacht war dann OK. Am folgenden Tag wieder dasselbe. Ein Mechaniker kam vorbei und änderte etwas. Nun war es während der Nacht einfach knappe 30 Grad. Auf die andere Seite unangenehm. Also nochmals den Mechaniker aufgeboten. Nun wurde der Thermostat ausgewechselt. Es wurde bald angenehm kühl. Doch während der Nacht ging die Temperatur wieder runter, so dass ich am Morgen wieder den Mechaniker kommen liess. Nochmals den Thermostaten ausgewechselt und nun sollte es klappen. Mal sehen.
