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- Kategorie: Florida 22
Orlando ganz ohne die Parks
Mickey und die anderen Figuren aus dem Imperium von Walt Disney prägen Orlando. Disney World, EPCOT, Seaworld und auch die Universal-Studios sind wichtig für die Stadt. Ohne sie wäre Orlando ein unbedeutendes Nest. Uns liessen die Parks aber kalt. Ohne Kiddies macht das keinen Spass, wir sahen uns lieber einen der älteren Stadtteile an.

Winter Park ist eine der besten Gegenden in Orlando, viele schöne Häuser stehen hier. Auch die Eisenbahn hält in dieser Ortschaft. Die ersten Siedler bauten ihre Häuser schon hier.

Als wir an der Station waren, kam gerade ein Zug der Sun Rail-Linie an. Dieser bedient die weitere Gegend rund um Orlando. Die Züge sind nicht elektrifiziert, eine lärmige Diesel-Lokomotive zieht die Wagen und veranstaltet dabei einen Höllenkrach. Bei jedem Bahnübergang ertönt zudem eine extrem laute Hupe. Gut für alle, welche die Geleise überqueren wollen, schlecht aber für Anwohner, welche sich dieses Signal jeden Tag vielfach anhören müssen. Ob man sich daran wohl gewöhnt?

Das ehemalige Kino ist heute ein Geschäft, in welchem Möbel und Geschirr verkauft werden. Netfix hat auch hier dem traditionellen Lichtspieltheater den Garaus gemacht.

Die Park-Avenue ist die am besten herausgeputzte Einkaufsstrasse. Alle Häuser sind sehr gut im Schuss und die Geschäfte sind ausnahmslos von besserer Herkunft. Juwelen, teure Kleidung sowie auch ab und zu ein Bild oder eine Plastik werden hier verkauft.

Die grossen farbigen Glaskugeln in der Bäumen zeugen von der nahenden Weihnachtszeit. Der strassenbelag ist hier nicht einfach profaner Teer, die Steine sollen den edlen Gesamteindruck verstärken.

Bei diesem Baum streiten sich die Kugeln und das spanische Moos um die begrenzte Beachtungskapazität des Fotografen.

Völlig überrascht trafen wir in einem Outlet-Center einen Flixbus, welcher die Strecke von Orlando nach Miami für US$ 4.99 anbietet. Diesen Anbieter traf ich noch nie in den USA.
Anschliessend an unseren Einkauf wollten wir die Disney-Anlagen noch etwas von aussen besichtigen. Das erwies sich aber als unmöglich. Das Gebiet ist viel zu gross und es gibt viele Hochhäuser sowie auch viele Bäume.
