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- Kategorie: Florida 22
Rund um und in Ft. Myers
Die letzen beiden Tage verbrachten wir rund um Ft. Myers an der Golfküste. Wir buchten uns ein Airbnb und erkundeten von hier aus die Gegend.

Auf dem Weg hierhin machten wir einen Stopp im Zentrum von Punta Gorda und wollten dort eine Pause einlegen, sowie das „alte“ Stadtzentrum erkunden. Es gab gerade eine Ausstellung von Lismi-Arbeiten eines örtlichen Frauenclubs. Auch ein Fahrrad blieb vor der Strickerei nicht verschont.

Palmen erhielten wärmende Pullöverli, welche mit Hingabe gelismet wurden. Dieser Pulli sollte wohl einen englischen Bobby darstellen.

Nicht ganz so klar ist diese Figur einzuordnen. Ausser den wenigen weihnachtlich weissen Borden erinnert sie mich an nichts. Mehr gab es hier nicht zu sehen, das "Zentrum" bestand aus einem Platz und einem Gerichtsgebäude.
Der nächste Stopp galt dann in Ft. Myers dem Edison / Ford Winterhome, einer Ansammlung von drei Häusern, welche den Herren Ford, Edison und Firestone als Winterquartiere dienten. Alle drei bauten sich hier hübsche Häuser, in welchen sie die Winter verbrachten, statt sich im Norden der USA bei ihren Fabriken und Labors die Finger abzufrieren.

Dieser riesige Banyan-Baum wurde 1927 gepflanzt, nachdem Edison im Auftrag von Henry Ford auf der ganzen Welt nach Bäumen suchte, aus denen Gummi für die Reifen der Autos gewonnen werden könnte. Für Gummi eignete er sich nicht, doch als riesiger Schattenspender allemal.

Die Statue von Thomas Alva Edison erinnert an den grossen Erfinder und Forscher, der unter anderem die Glühbirne und auch das Grammophone erfunden hat. Beides heute ausser Gebrauch oder im Falle der Glühbirne auf dem Weg dazu.

In der ganzen Stadt Ft. Myers gab es viele solche Blechfiguren, diese Person, die andächtig dem Grammophon lauscht, steht quasi als Vorbote beim Museum.
Die Häuser selber wollten wir uns nicht ansehen, wir sind beide nicht sehr an alten Möbeln interessiert und von aussen können die Häuser lediglich im Rahmen einer längeren Führung besichtigt werden.

In der Nähe unseres Airbnb liegt die grosse Insel Pine Island, die grösste Insel an der Westküste Floridas. Wiederum ganz im Norden der Insel gab es mal einen Fischersteg, der aber vom Hurricane Ian Ende September 22 zerstört wurde. Am schlimmsten wurde damals Ft. Myers-Beach getroffen aber auch weiter nördlich gab es grosse Schäden.

Viele Häuser sind noch heute nur ein Haufen Schrott, obwohl in den letzten beiden Monaten schon sehr viel aufgeräumt wurde. Viele Palmen wurden geknickt, Dächer abgedeckt und damit des ganze Mobiliar in den Häusern durch den starken Regen unbrauchbar gemacht. Auch viele Boote wurden aufs Land geworfen oder kenterten und versanken im Meer.

Von diesem Haus direkt am Meer blieb nicht viel übrig. Das Wellblech des Daches lag verbogen in der Landschaft. An vielen Orten ist die Müllabfuhr noch nicht vorbeigekommen und so erinnerten viele Gebiete noch an eine Müllhalde.

Dieses Haus ist nicht mehr zu retten, es wartet wie viele in der Nachbarschaft auf die Entsorgung. Unser Vermieter meinte, viele Hausbesitzer hätten keine Versicherung gegen Sturmschäden und stünden nun vor dem Ruin. Die Bundesregierung hilft zwar mit Geld, doch viele der Schäden bleiben wohl bei den einzelnen Hausbesitzern. Da lobe ich mir die obligatorische Gebäudeversicherung in der Schweiz die so mit recht moderaten Prämien eine ausgezeichnete Deckung bietet. Aber solche Versicherungen und vor allem der damit verbundene Zwang gelten in den USA als Sozialismus und werden von vielen abgelehnt.

Die Innenstadt von Ft. Myers verfügt noch über ein paar wenige Strassen, die noch nicht mit den sonst üblichen Stahl- und Glaspalästen überbaut sind. Ein ehemaliges Kino ist heute ein Restaurant, lediglich der Eingang zeugt noch vom einstigen Zweck.

Ein anderes hübsches Haus, heute ein Hotel und Restaurant.

Art-Deco auch in Ft. Myers, dies ist heute ebenfalls ein Restaurant, welches passenderweise Ford Garage heisst.

Wie ich schon oben erwähnte, gab es in der Stadt an einigen Orten Blechskulpturen. Dieses Herr-und-Hund Paar macht gerade dasselbe. Im Hintergrund ein weiteres Kino, welches noch heute in Betrieb ist. Edison ist der dafür passende Name in Ft. Myers.

Eine Gruppe von vier älteren Blech-Herren spielt das bei den Kubanern in Florida beliebte Domino-Spiel.

Bei diesem eisernen Verkäufer gäbe es Shaved Ice mit Sirup, wenn er denn nicht schon lange eingerostet wäre.

Zum Schluss noch ein Bild des Stadttheaters, in welchem viele Kulturveranstaltungen stattfinden. Insgesamt eine recht hübsche Stadt.
