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- Kategorie: Teil I: Cruise Trieste nach Durban
Mauritius, Tag 3 - Fahrt in den Südwesten
Für den dritten Tag auf Mauritius buchten wir uns einen privaten Fahrer, welcher uns einen Teil der Insel zeigen sollte. Pünktlich um 9:45 stand er mit seinem Wagen bereit und bald schon ging es los. Unser Ziel lag im Südwesten der Insel rund um die Gegend von Chamarel.

Auf dem Weg ging es über weite Strecken durch Wälder, aber auch Felder von Ananas und Zuckerrohr. Grosse Teile dieser Gegend sind auch recht dicht besiedelt. Ab und an gab es neben der Strasse solche Höhlen, welche von den Arbeitern als Gebetsstätten verwendet wurden. Viele Hindu, Chinesen und noch viele weitere Nationalitäten arbeiten seit Generationen auf der Insel. Da braucht es offenbar auch die unterschiedlichsten Bet- und Gedenkstätten.

Der Chamarel Waterfall fällt über 95 m von einem Hochplateau in ein darunter liegendes Tal. Eine eindrückliche Sicht mitten im Regenwald! Von meinem Standort aus sehe ich nicht den ganzen Fall, dafür hätte ich etwa 150 m höher steigen müssen, dies aber ohne Geländer und über einen schlecht gesicherten Weg. No go for Willy.

Die sogenannten Terres de 7 couleurs heissen so, weil hier Lava offenbar unterschiedlich schnell abgekühlt ist und so unterschiedlich gefärbten Sand hinterliess. Gehört auf jeden touristischen Weg, so auch auf unseren.

Die starken Farben spielen gut mit dem satten Grün des Regenwaldes und dem tizBlau des Himmels zusammen. Es gibt einen befestigten Rundweg um die offene Stelle, die Fläche selber darf nicht betreten werden.

Auf der Weiterfahrt gab es ab und zu schöne Aussichten über die Küste und die kleinen vorgelagerten Inseln. Sobald die Erde etwas flacher wurde, gab es auch hier Landwirtschaft, unter anderem viel Zuckerrohr. Der Zucker ist immer noch eines der grössten Ausfuhrprodukte. Aus dem ausgepressten Zuckerrohr wird zudem Rum hergestellt. Unser Fahrer schwärmte davon und wollte uns unbedingt in die bekannteste Rumbrennerei bringen. Dort könne man Rum versuchen und auch als Andenken kaufen. Wir verzichteten.

In grosser Teil des Südwestens wird vom Black River Gorges Nationalpark eingenommen. Eine wilde, zerklüftete Gegend, welche vor allem bei Wanderern sehr beliebt ist. Man kann hier offenbar mehrtätige Wanderungen unternehmen und dabei viele lokale Tiere und Pflanzen kennenlernen. Mir genügte aus bekannten Gründen der Ausblick von einem der vielen Aussichtspunkte in die Schlucht.

Rund um einen kleinen Kratersee, das Grand Bassin, findet im Februar / März jeden Jahres das grösste Hindu-Fest der Insel statt. Bis zu 500’000 Hindus aus ganz Mauritius pilgern zu Fuss zum See, diese Strasse ist dann voller Menschen, Autos dürfen dann nicht fahren.

Der Eingang zur Anlage wird von zwei grossen Götterstatuen bewacht, beide 32 m hoch. Den Namen es linken Gottes konnte ich mir nicht merken, auf der rechten Seite steht Shiva.

Shiva aus der Nähe.

Am kleinen See gab es noch eine Vielzahl von kleinen Skulpturen. Die Namen und Bedeutung der Figuren kenne ich nicht.

Diese interessante 3-köpfige Skulptur gefiel mir, im Hintergrund sind Teile des Kratersees zu sehen. Offenbar glauben die Hindus, dass das Wasser dieses Sees mit dem Ganges in Indien verbunden sei und sie füllen es deshalb in Flaschen ab, welche sie mit nach Hause nehmen.

Dieser Kerl sieht eher zornig aus, ob dem die Wasserentnahme aus dem See nicht passt?

Während der Rückfahrt zum Schiff begegneten wir diesem interessanten Gebäude, der Hauptsitz der Nationalbank von Mauritius.

Hier noch unser Fahrer Yash, ein gebürtiger Inder, mit seinem bequemen Auto. Wir bezahlten für die private Fahrt weniger, als der Ausflug mit dem Bus des Schiffs gekostet hätte. Dort wären wir aber immer mit 40 weiteren Personen unterwegs gewesen.