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- Kategorie: Teil II: Südafrika von Durban nach Johannesburg mit Ruth
Die nächsten vier Tage Safari im Kruger - Satara und Olifants Camp
Unsere nächsten Camps im Kruger waren zuerst für zwei Nächte Satara und dann für weitere zwei Nächte Olifants. Bei beiden Camps machten wir längere Ausflüge in der Gegend und entdeckten einige interessante Tiere und andere Dinge aus der Natur.

Während einer Nacht regnete es stark und als wir am frühen Morgen kurz nach 6 Uhr zu einem Early Morning Game Drive aufbrachen, entdeckte ich am Strassenrand einen Scheisshaufen eines Elefanten, der bereits mit Pilzen bewachsen war.

Einen African Wild Dog sahen wir von der Strasse zu einem Gebüsch rennen und sich dort hinlegen. Wild Dogs kommen kaum je alleine vor, sie leben normalerweise in einem grösseren Rudel.

So war es auch hier, einige weitere Hunde lagen im Busch, doch es war nahezu unmöglich, sie zu fotografieren.

Dieser kleine Frosch hüpfte gerade als ich vorbei fahren wollte, über die Strasse. Also anhalten und fotografieren. Und dann warten, bis er die Strasse überquert hatte. Auch noch so kleine Tiere haben hier Vorfahrt.

Diesmal konnte ich den Geparden fotografieren, er lag etwas abseits der Strasse im Gras und liess sich von unserer Anwesenheit nicht stören.

Mir gefallen die Ground Hornbill, ein sehr grosser, schwarzer Vogel mit den roten Hautlappen im Gesicht. Sie sind stark bedroht und man sollte die Sichtung im Camp melden. Grosse Plakate beim Check-In weisen darauf hin. Ich wollte das machen und mir wurde beschieden, dass seit einigen Tagen die Aktion nicht mehr gemacht wird.

Ein Porträt eines Vogels aus der Nähe zeigt die speziellen Augenbrauen. Wirkliche Schönheiten sind die Vögel nicht, aber interessant sind sie allemal. Sie sehen irgendwie sehr alt aus.

Bei einem kleinen Fluss bemerkte ich auf der gegenüberliegenden Seite zuerst einen Löwen. Als ich den Feldstecher ansetzte, bemerkte ich zuerst den zweiten Löwenmann hinter dem Baum und bald schon tauchte eine Löwendame auf und gesellte sich zu ihren beiden Kumpanen.

Die Dame warf sich vor dem einen Löwen zu Boden und wollte ihn offenbar zum Sex animieren.

Der Herr liess sich Zeit und setzte sich zuerst in Pose.

Dann aber reizte ihn die Dame nicht wirklich und er legte sich auf die Seite und machte erst mal ein Nickerchen. Die Dame legte sich ebenfalls hin und schlief alsbald ein. Der zweite Löwe hinter dem Baum liess sich vom Getue nicht aus seinem Schlaf aufwecken, er schlief den Schlaf des Gerechten.

Immer wieder faszinierend, wie sich Giraffen mit ihren Lippen die feinen Blättchen aus den mit dicken Stacheln bewehrten Akazien herauspicken.

Diese Löwin jagte vor einiger Zeit einen grossen Kudu-Bock, an dem sie sich schon ziemlich satt gefressen hatte. Wären wir nicht vom Süden her an diesem Strauch vorbei gefahren, hätten wir weder die Löwin noch den Kudu gesehen, obwohl beide direkt neben der Strasse unter diesem Busch lagen.

Die Löwin entfernte bald sich einige Meter vom Busch, um sich zu strecken.

Erst als sich sich entfernte, bemerkten wir die beiden Jungtiere, welche im Busch versteckt lagen. Leider nicht gut zugänglich, ich publiziere trotzdem einige Bilder, die Kleinen sind einfach zu putzig! Das eine Junge schlief fest.

Sein Geschwister war wacher und schaute interessiert auf das grosse Auto mit einem grossen schwarzen Teil aus der Karosserie lugend. Meine lange Linse war eifrig bemüht, die Jungtiere zu fotografieren.

Noch sind die Jungtiere putzig, bald jedoch sind auch sie veritable Killer, die sich ihr Essen selber jagen müssen.

Auch Zebras werden gerne von Löwen gejagt, diese Mutter mit ihrem Fohlen waren aber ganz entspannt. Also wohl kein Löwe in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Der Impala-Kindergarten war bei diesem Büschen angesiedelt. Die Mütter koordinieren ihren Geburtstermine so gut wie möglich, damit ihre Kinder möglichst gute Überlebens-Chancen haben. Immer wieder gab es deshalb grössere Ansammlungen von Jungtieren.

Der Green Backed Heron ist ein gewitzter kleiner Kerl, der am Rand eines Wasserlochs auf der Lauer war.

Ein Sunbird, vermutlich ein Amethyst-Sunbird, war ein kleiner, nur wenige cm langer Vogel, der sehr nervös von einer Blüte zur nächsten flog. Einmal hielt er zumindest so lange still, dass ich sein Porträt schiessen konnte.

Der Olifants-Fluss bekam seinen Namen zwar wegen der vielen Elefanten in der Gegend, es gab aber auch kleine Krokodile. Dieses Exemplar mass nur etwa einen m von Schnauzenspitze bis zur Schwanzspitze.

Eine kleine Brücke überquert den Olifants und auf einer der Begrenzungssäulen sass ein Pied Kingfischer, der mit den windzerzausten Federn am Kopf sehr witzige aussah.

Die ganze Gegend rund um das Olifants-Camp wird vom Fluss geprägt. Die Pisten führten immer wieder zu Aussichtspunkten, von wo aus sich ein schöner Blick über die Gegend bot.

Ein stolzes Elternpaar von Natal Spurfowl führte seine Kücken aus. Die drei Kiddies sind nur schwer hinter den Elterntieren auszumachen. Sowohl Eltern als auch Kücken waren ausgezeichnet getarnt.

Elipsen-Wasserböcke hiessen in Südafrika ganz prosaisch Common Waterbuck. Wo diese Tiere wohl ihre Toilette verrichten? Die WC-Brillen hinterlassen ihre Spuren.

Amaryllis-Gewächse gab es bei einem Early-Morning-Game-Drive einige am Strassenrand. Meine Pflanzen-Bestimmungs-App identifizierte die Pflane als Zephyranthes atamasco.

Diese kleinen Wolkenkratzer stammen von Termiten, welche am Strassenrand solche interessanten Strukturen bauten. Knappe 5 cm hoch ragten diese Bauten über die Pisten-Oberfläche.

Zur Abwechslung wieder einmal ein Zebra mit einer besonders schönen Zeichnung.

Eine Wasserstelle war von unterschiedlichen Steppentieren bevölkert: Zebras und Blue Wildebeest teilen sich den Zugang zum kostbaren Nass.