- Details
- Kategorie: Thailand 24
Einige Tage bei Krabi und fast zweimal gestorben
Wir buchten uns für zwei Nächte in einem recht zentralen Hotel in Krabi direkt am Meer ein Zimmer. Die Anlage war recht ab-gebraucht und an vielen Orten wäre eine Renovation angezeigt gewesen. Nach zwei Nächten wechselten wir zu einem anderen Hotel. Dieses war zwar weiter weg von Krabi doch an einem sehr schönen Strand gelegen. Dort verlängerten wir unseren Aufenthalt gerade auf vier Nächte.

Die Gegend rund um Krabi ist bekannt für die bizarren Felsen im Meer, welche offenbar auch in einem James-Bond-Film eine Rolle spielten. Mit diesen Longtail-Booten werden die Touristen zu den Felsen gebracht, wobei die Motoren ohne Auspuff einen Höllenlärm verursachen. Die Gezeitenunterschiede sind hier recht gross, bei Ebbe zieht sich das Meer weit zurück.

Einen ersten Apéro genossen wir in einer Bar etwas abseits unseres Hotels. Sushi und ein leckeres Thai-Bier sind schon mal ein guter Einstieg in den Abend.

Weniger passend war der verschneite Weihnachtsbaum mit den Geschenken, welcher noch am 12. Januar hier stand.

Als sich die Sonne langsam dem Horizont näherte, warf sie das letzte Licht über den Strand. Sonnenuntergänge an der Andaman-Sea sind oft spektakulär, da hier meist Wolken am Himmel stehen.

In Krabi-Stadt steht eine Skulptur mit Krabben. Mich wollten diese aus Rache fressen, da ihnen wohl zu Ohren kam, dass ich meinerseits gerne Krabben esse. Wäre vermutlich ein grässlicher Tod gewesen, von so einem Monster zerdrückt zu werden.

An einem anderen Tag machten wir einen Ausflug zum Tiger-Tempel, welcher etwas ausserhalb von Krabi liegt. Dieser grosse Teil der Anlage ist schon seit längerem im „eigentlich fertig“ - Stadium.

Wie in fast allen buddhistischen Anlagen darf natürlich auch hier der Bodhi-Baum nicht fehlen. Diese werden von den Gläubigen verehrt, da Buddha angeblich unter einem solchen Baum seine Erleuchtung erlebte.

Tiger-Tempel bedeutet selbstverständlich, dass es in der Anlage viele Tiger-Statuen gibt. Die furchterregenden Gebisse sollen die Gläubigen wohl auf die Gefahren des Abfalls vom Glauben hinweisen.

Ich als Atheist wurde auf jeden Fall beinahe von einem solchen Monster verspiesen. In meinen Arm wollte er sich schon mal verbeissen. Ruth konnte mich im letzten Moment dem Monster noch entreissen.

Als seltsames Stil-Element gab es im Tiger-Tempel noch eine chinesische Anlage, deren Bedeutung sich mir nicht erschloss. Mir gefiel einfach die Farbgebung.

Das Herzstück der Anlage ist eine Höhle, in welcher der Legende nach ein grosser Tiger lebte. Ein Mönch, der sich in der Höhle zur Meditation aufhielt, wurde vom Tiger nicht bedroht. Viele kleine Buddha-Figuren werden von den Gläubigen hier abgelegt.

Die Tiger-Statue in einer Seitenhöhle soll an den legendären Tiger erinnern. Auch hier wurden viele Figürchen abgelegt.

Als wir aus der Höhle wieder hinuntergingen, fielen Ruth die vielen Spinnennetze bei den Buddha-Figuren auf. Sie meinte, da sollte wohl wieder mal jemand abstauben. Sie hatte aber kein Musikgehör, als ich ihr anbot, ihr eine Staubwedel zu organisieren.

Der Berg, in dem die Tempelhöhle liegt, besteht aus Kalkstein. Dort sickert immer Wasser durch, welches hier mit abenteuerlichen Konstruktionen gefangen und abgeleitet wird. Bleche, Blechen und Trichter leiten das Wasser durch Schläuche ins Freie.
Die Hauptattraktion der Tempelanlage ist die grosse Buddha-Statue auf dem Gipfel des Bergs, welcher auf 278 m.ü.M. liegt und über 1265 steile Treppenstufen erreicht werden kann. Nichts für uns. Bei meinem letzten Besuch in dieser Anlage stieg mein damaliger Reisebegleiter Paul hoch und schoss einige schöne Bilder der Sicht über die Landschaft. Ich verlinke den damaligen Beitrag. Einige Bilder sind nun doppelt.

Vor unserem zweiten Hotel waren die Sonnenuntergänge noch viel spektakulärer.

Der lange Sandstrand war hervorragend zum Baden geeignet. Das Wasser war sehr ruhig und wie die Luft immer knapp 30° warm. Herrlich! Wir genossen jeden Tag mehrere Ausflüge ins Wasser.

Zum Abschluss unseres Krabi-Aufenthaltes noch ein letztes Sonnenuntergang-Bild, hier schon bei fast vollständiger Ebbe.
Das Hotel, welches ich übrigens sehr empfehlen kann, heisst Anyavee Tubkaek Beach Resort Bei den üblichen Buchungsplattformen finden sich sehr gute Deals für diese wunderbare Anlage. Weg vom Trubel von Krabi in einer paradiesischen Gegend.
Unser nächstes Ziel ist Khao Lak, wo wir in einem uns schon bekannten Hotel ein Zimmer gebucht haben.