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Ein erster Tag in Kuala Lumpur, Malaysia
Für mich war es heute der zweite Besuch in dieser ebenso faszinierenden wie heissen Stadt. Heute waren es 33°C. Ich war schon 1992 zum ersten Mal hier und konnte mich doch noch an einige Details erinnern.
Gestern früh noch in Thailand vermisste ich meine Powerbank für mein iPhone. Ich dachte schon, nachdem ich den ganzen Koffer intensiv durchsucht hatte, ich hätte sie in einem früheren Hotel liegen lassen. Beim Check-In in Phuket für unseren Flug nach Kuala Lumpur verneinte ich dann auch die Frage der Agentin, ob ich eine solche im Koffer hätte. Diese sind beim Fliegen nur im Handgepäck erlaubt. Als ich boarden wollte, meinte die Agentin am Gate, ich müsse mein Gepäck öffnen. An einer bestimmten Stelle im Flughafen werden die verdächtigen Gepäckstücke ausgesondert und dort musste ich meinen Koffer identifizieren und öffnen. Kaum hatte ich den Koffer offen, griff der Agent hinein und fand zu meiner Überraschung das verbotene Stück. Ich konnte es ins Handgepäck nehmen und noch rechtzeitig einsteigen.

Heute früh zeigte sich die Welt aus unserem Hotelzimmer wieder freundlicher, nachdem es gestern während der ganzen Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel wie aus Kübeln goss. Unser Hotel liegt gerade beim zentralen Bahnhof, wo sämtliche U-Bahn und S-Bahn Züge zusammen kommen. Ein idealer Ausgangspunkt für unsere Besichtigungstouren.

Der erste Stopp galt heute dem Merdeka-Square, dem Unabhängigkeitsplatz. Hier wurde am 31. August 1957 zum ersten Mal die neue malaysische Flagge gehisst, nachdem zuvor der Union-Jack, die Flagge er bisherigen Kolonialmacht herunter genommen wurde. Der 95 m hohe Flaggenmast ist angeblich eines der höchsten solchen Objekte weltweit.

Auf der einen Seite liegt der Royal Selangor Club, den die Engländer 1884 für sich errichteten. Leider wird der Park aktuell gerade umgebaut, die rot-weissen Absperrungen stören das Bild.

Auf der anderen Seite liegt das Sultan Abdul Samad Building, welches zur Zeit der Kolonialisten als das Gouvernement Office bekannt war. Aktuell sind hier einige Ministerien untergebracht.

Eine etwas bessere Ansicht des Gebäude gab es von hier aus. Leider wird es von dieser Stelle wegen der Optik ziemlich verzogen.

Direkt beim Flaggenmast liegt der Nullpunkt der Strassenvermessung in Malaysia. Alle Strassen messen ihre Distanzen relativ zu diesem Punkt.

Unser erstes Ziel wäre heute eigentlich die Jamek-Moschee gewesen, doch war diese am heutigen Freitag bedauerlicherweise geschlossen. Später konnte ich sie aber noch von dieser Stelle aus fotografieren. Sie bildet hier einen interessanten Kontrast zu den modernen Hochhäusern im Hintergrund.

Der ehemalige Cental-Market ist heute nur noch ein Souvenir-Geschäft, welches zudem wenige interessante Dinge im Angebot hat. Schade. Immerhin ist das Gebäude von aussen sehr dekorativ.

Obwohl Malaysia heute ein sehr stark islamisch geprägtes Land ist, sind mehr als 30% der Einwohner chinesischstämmig. Im Stadtbild gib es entsprechend immer wieder Tempel dieser Religionen.

Auf beiden Seiten des Eingangs werfen furchterregende Gestalten ein aufmerksames Auge auf die Besucher.

Im Innern gibt es eine farbenfrohe Einrichtung: Säulen in grellen Farben und auch die übrigen Gegenstände sind intensiv gefärbt.

Was die Bedeutung der vielen Figürchen und Darstellungen betrifft, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bewundere nur die intensiven Farben.

Eine der Säulen offenbarte beim genauen Hinsehen eine Vielzahl von kleinen und bärtigen Figuren, welche alle gleich aussahen. Recht unscheinbar waren kleine Zettel mit laufenden Nummern angebracht. Wozu wohl?

Die Unterschiede im Baustil könnten kaum grösser sein: Im Vordergrund typische chinesische Shophouses und dahinter ein moderner Glas-Stahl-Wolkenkratzer. Typisch für diese Stadt.

Heisse Maronni gefällig? In China-Town briet ein älterer Herr solche auf einem interessanten Ofen. Von unten wurden kleine schwarze Steine aufgeheizt und dann mit einem Rührarm bewegt. Die Maronni drehten mit demselben Arm in den heissen Steinen. Bei uns ein typischer Wintersnack, welcher die klammen Finger wärmt. Hier werden diese bei 33°C von den Einheimischen genossen.