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Ein runder Geburtstag in einem sehr schönen Restaurant
Am heutigen Sonntag feierte mein Gastgeber Otto einen runden Geburtstag, er wurde 69, zwei schöne runde Ziffern. Otto lud zwei seiner lokalen Bekannten sowie mich zum Essen ein.
Zwei jüngere Bekannte begleiteten uns: Linda, eine Schweizerin aus dem Berner-Oberland, welche hier einen Job sucht sowie ihr Partner Farid, der aus Oaxaca stammt und nun in Merida als Architekt arbeitet. Farid ist einer von Otto’s Deutsch-Studenten. Wir einigten uns vor dem Essen auf Deutsch als gemeinsame Sprache, wobei wir Schweizer immer wieder in den Dialekt fielen und Farid entsprechend nichts verstand. Aber nach meiner häufigen Ermahnung klappte die Diskussion jeweils wieder für einige Minuten.
Ein erster Gruss aus der Küche war ein kleiner Maisfladen mit einer würzigen Tomatensauce.
Das Geburtstagskind bestellte sich einen Sopa de Mariscos, eine Suppe mit Meeresfrüchten. Neben einer Muschel befanden sich Crevetten sowie ein Pulpo-Fangarm im Sud.
Linda war als einzige mutig und bestellte eine Spezialität aus dem Inneren Mexikos, genannt Escamoles a la mantequilla. Mantequilla ist Butter, Escamoles sind Ameisen-Puppen, welche zusammen mit Zwiebeln und Gewürzen angerichtet wurden. Sowohl Otto als auch Farid nahmen je einen kleinen Bissen, ich weigerte mich. Ich bin schliesslich kein Ameisenbär!
Farid bestellte sich Tacos de Pulpo, die anstelle von Tortilla in Salatblättern angerichtet waren. Avocados sowie etwas Zwiebeln rundeten das hervorragende Erlebnis ab. Für einmal kann ich die Vorspeise von jemand anderem einschätzen, ich genoss diese Vorspeise am Vortag, als wir für den heutigen Abend reservierten und auf der Terrasse noch ein kühles Bier mit etwas Knabberzeugs auftragen liessen. In diesem Restaurant kann man nicht einfach zur Türe hinein und wieder hinaus gehen, ohne eine der hervorragenden Speisen zu kosten.
Meine Vorspeise war ein gemischter Salat mit Nüssen, Orangen sowie Ziegenkäse, angemacht mit einer feinen Orangen-Vinaigrette.
Die Hauptgänge standen der Vorspeise in keiner Weise nach: Linda verspeis ein Tiradito de Rez (ähnlich einer Maltagliata in Italien) con puré de Canisté und etwas Kokosessig auf Rucola. Angeblich sehr, sehr gut. Canisté ist eine Frucht vergleichbar mit der Mamey, sie wächst auf Bäumen und ist knallgelb, auch das Fruchtfleisch soll sehr gelb sein, was sich in der gekochten Version aber nicht mehr feststellen lies.
Otto ging eher den traditionellen Weg, seine Arrachera de Rez (Zwerchfell des Rindes) war sehr gut zubereitet und ebenso schmackhaft. Dazu etwas Salat sowie Pommes Frites. Die Arrachera findet man in Mexico recht häufig auf den Speisekarten, oft wird sie auch in Tacos serviert.
Farid bestellte sich eine Sopa de Lima, Hühnerbouillon mit Tortilla-Streifen sowie Limettensaft. Eine typische Spezialität in Yucatan.
Wenn ich die Gelegenheit finde, bestelle ich mir sehr gerne Yellowfin Tuna, einen Gelbflossen-Thunfisch. Diese Variante wurde mit Pfeffer sowie Sesam ummantelt und dann nur ganz kurz gebraten (Poco hecho). Als Beilage etwas gekochten Salat. Absolut köstlich!
Schliesslich war es an der Zeit für Desserts: Linda ging diesmal die traditionelle Route mit einem Caramel-Köpfli, welches sehr gut aussah und wohl ebenso schmeckte. Es musste wohl sehr gut gewesen sein, denn sie lies hier niemanden versuchen!
Farid genoss den wohl einfachsten vorstellbaren Dessert, in den USA Sinnbild für etwas sehr, sehr einfaches: Plain Vanilla.
Otto versuchte sich an Truffes aus schwarzer Schokolade und etwas Canisté. Dazu eine glasierte Orangenschale. Köstlich.
Ich hatte die feste Absicht den Abend ohne Dessert zu beschliessen. Als der Kellner jedoch die Optionen rezitierte und dabei Canisté und Mamey nannte, war mein Vorsatz buchstäblich im Eimer. Die beiden Kugeln waren schliesslich nur eine lässliche Sünde und tragen auch nicht gross auf den Hüften auf - so hoffe ich zumindest. Ein reines Mamey Glace schmeckt aber immer noch besser, obwohl auch diese Variante durchaus etwas für sich hatte.
Ein schöner Abend bei gutem Essen, mexikanischem Rotwein aus Baja California sowie netter Gesellschaft beschloss Otto’s runden Geburtstag. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Einladung.

Die Hazienda Xcanatún ist eine ehemalige Sisal-Plantage, die in ein Hotel und ein ausgezeichnetes Restaurant umgebaut wurde. Nur etwa 30 Minuten von Otto’s Haus entfernt, sind sowohl Essen als auch Umgebung erstklassig. Wir reservierten einen Tisch auf der Terrasse des Hauses, wo ein angenehm kühler Wind blies.

Zwei jüngere Bekannte begleiteten uns: Linda, eine Schweizerin aus dem Berner-Oberland, welche hier einen Job sucht sowie ihr Partner Farid, der aus Oaxaca stammt und nun in Merida als Architekt arbeitet. Farid ist einer von Otto’s Deutsch-Studenten. Wir einigten uns vor dem Essen auf Deutsch als gemeinsame Sprache, wobei wir Schweizer immer wieder in den Dialekt fielen und Farid entsprechend nichts verstand. Aber nach meiner häufigen Ermahnung klappte die Diskussion jeweils wieder für einige Minuten.

Ein erster Gruss aus der Küche war ein kleiner Maisfladen mit einer würzigen Tomatensauce.

Das Geburtstagskind bestellte sich einen Sopa de Mariscos, eine Suppe mit Meeresfrüchten. Neben einer Muschel befanden sich Crevetten sowie ein Pulpo-Fangarm im Sud.

Linda war als einzige mutig und bestellte eine Spezialität aus dem Inneren Mexikos, genannt Escamoles a la mantequilla. Mantequilla ist Butter, Escamoles sind Ameisen-Puppen, welche zusammen mit Zwiebeln und Gewürzen angerichtet wurden. Sowohl Otto als auch Farid nahmen je einen kleinen Bissen, ich weigerte mich. Ich bin schliesslich kein Ameisenbär!

Farid bestellte sich Tacos de Pulpo, die anstelle von Tortilla in Salatblättern angerichtet waren. Avocados sowie etwas Zwiebeln rundeten das hervorragende Erlebnis ab. Für einmal kann ich die Vorspeise von jemand anderem einschätzen, ich genoss diese Vorspeise am Vortag, als wir für den heutigen Abend reservierten und auf der Terrasse noch ein kühles Bier mit etwas Knabberzeugs auftragen liessen. In diesem Restaurant kann man nicht einfach zur Türe hinein und wieder hinaus gehen, ohne eine der hervorragenden Speisen zu kosten.

Meine Vorspeise war ein gemischter Salat mit Nüssen, Orangen sowie Ziegenkäse, angemacht mit einer feinen Orangen-Vinaigrette.

Die Hauptgänge standen der Vorspeise in keiner Weise nach: Linda verspeis ein Tiradito de Rez (ähnlich einer Maltagliata in Italien) con puré de Canisté und etwas Kokosessig auf Rucola. Angeblich sehr, sehr gut. Canisté ist eine Frucht vergleichbar mit der Mamey, sie wächst auf Bäumen und ist knallgelb, auch das Fruchtfleisch soll sehr gelb sein, was sich in der gekochten Version aber nicht mehr feststellen lies.

Otto ging eher den traditionellen Weg, seine Arrachera de Rez (Zwerchfell des Rindes) war sehr gut zubereitet und ebenso schmackhaft. Dazu etwas Salat sowie Pommes Frites. Die Arrachera findet man in Mexico recht häufig auf den Speisekarten, oft wird sie auch in Tacos serviert.

Farid bestellte sich eine Sopa de Lima, Hühnerbouillon mit Tortilla-Streifen sowie Limettensaft. Eine typische Spezialität in Yucatan.

Wenn ich die Gelegenheit finde, bestelle ich mir sehr gerne Yellowfin Tuna, einen Gelbflossen-Thunfisch. Diese Variante wurde mit Pfeffer sowie Sesam ummantelt und dann nur ganz kurz gebraten (Poco hecho). Als Beilage etwas gekochten Salat. Absolut köstlich!

Schliesslich war es an der Zeit für Desserts: Linda ging diesmal die traditionelle Route mit einem Caramel-Köpfli, welches sehr gut aussah und wohl ebenso schmeckte. Es musste wohl sehr gut gewesen sein, denn sie lies hier niemanden versuchen!

Farid genoss den wohl einfachsten vorstellbaren Dessert, in den USA Sinnbild für etwas sehr, sehr einfaches: Plain Vanilla.

Otto versuchte sich an Truffes aus schwarzer Schokolade und etwas Canisté. Dazu eine glasierte Orangenschale. Köstlich.

Ich hatte die feste Absicht den Abend ohne Dessert zu beschliessen. Als der Kellner jedoch die Optionen rezitierte und dabei Canisté und Mamey nannte, war mein Vorsatz buchstäblich im Eimer. Die beiden Kugeln waren schliesslich nur eine lässliche Sünde und tragen auch nicht gross auf den Hüften auf - so hoffe ich zumindest. Ein reines Mamey Glace schmeckt aber immer noch besser, obwohl auch diese Variante durchaus etwas für sich hatte.
Ein schöner Abend bei gutem Essen, mexikanischem Rotwein aus Baja California sowie netter Gesellschaft beschloss Otto’s runden Geburtstag. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Einladung.
