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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Zweite Etappe - Namibia
Etosha Nationalpark - Tag 2 - Dolomite Camp: Viele Beine
Nach einer wunderbaren Nacht erwachte ich heute zu einem bewölkten Himmel. Obwohl mein Bungalow in Richtung Osten ausgerichtet war, hatte ich heute keinen Sonnenaufgang
Ein Kory-Bustard, auf Deutsch Riesentrappe genannt, stolzierte bei einem Wasserloch umher und pickte laufend kleine Dinge vom Boden auf.
Heute waren ausnehmend viele Helmeted Guniea-Fowl unterwegs. Ihre Köpfe sind mit den roten und blauen Farben eine guter Kontrast zu ihrem weiss gepunktetem Gefieder. Obwohl sie gut fliegen können, sind sie meist am Boden unterwegs und nutzen ihre Fähigkeit nur, wenn sie bedroht werden.
Immer wenn es geregnet hat, kommen die Tausendfüssler zu tausenden aus ihren Löchern. So viele Beine zu koordinieren muss sehr aufwändig sein! Die Beine bewegen sich in Wellen von hinten nach vorne. Das Tier misst etwa 15 cm vom Kopf bis zum Schwanz. Die Anzahl Beine habe ich nicht nachgezählt!
Zwei junge Zebras stehen so nahe beieinander, dass ihre Köpfe kaum zu unterscheiden sind. Anhand der acht Beine lässt sich die Anzahl der Tiere aber problemlos feststellen.
Ein typisches Bild für Zebras: Meist wenden die hübschen Tiere dem Fotografen den Hintern zu, sobald er die Kamera zückt. Auch heute musste ich unzählige Füdli-Bilder löschen.
Von diesem Batteleur konnte ich nur noch ein Flugbild machen. Sobald ich das Auto verlangsamte, riss er aus. Für einmal war die Kamera aber bereit, die korrekte Linse drauf und eine brauchbare Verschlusszeit eingestellt. Damit hatte der Vogel wohl nicht gerechnet, nun ist sein Bild im Internet.
Eine Gruppe von Guniea-Fowls versammelte sich um einen Termiten-Hügel, ein Huhn hielt von oben Ausschau, die anderen schauen von unten intensiv in eine Richtung. Ich konnte keine unmittelbare Bedrohung feststellen und bald schon verliess das oberste Huhn seine Position. Wohl ein Fehlalarm.
Von einem Wasserloch zurückkommend bemerkte ich ein Chamälon auf der Piste und hielt an. Während knapp 30 Minuten beobachtete ich das Tier: Langsam überquerte es die Piste und „flüchtete“ auf einen Busch. Flüchten ist wohl das falsche Wort, die ganze Prozedur dauerte eine halbe Ewigkeit. Einen Fuss vor den anderen zu setzen dauerte jeweils eine gute Minute. Eine Langzeitbelichtung hätte wohl keine Unschärfe gezeigt. Mich faszinieren diese Kreaturen ungemein und dass ich heute schon das zweite Exemplar beobachten konnte, freut mich!
Anschliessend an den Gamedrive verbrachte ich noch eine gute Stunde am schönen Pool im Camp. Ein Pool mit grossartiger Aussicht über den Westen des Etosha-Nationalparks.
