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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Erste Etappe: South Africa
Ausflug rund um das Olifants Camp

Vor der heutigen Ausfahrt von unserer Lodge sah ich dieses Bild, welches mich einmal mehr daran erinnerte, dass wir uns hier in Afrika befinden, und nicht in einem Streichelzoo. Ein Elefant mag zwar mehr oder weniger harmlos aussehen, wenn er aber unzufrieden ist, wird es gefährlich. Ein Auto ist nur ein kleines Problem für den Dickhäuter, wie diese Bildsequenz zeigt. Ich halte immer genügend Abstand und schaue immer, dass ich nicht zwischen zwei grosse Elefanten komme.

Völlig harmlos sind hingegen die Helmeted Guniea Fowl, lustige Hühner, die meist nur am Boden herumrennen, obwohl sie gut fliegen können. Wenn dieses Bild unscharf aussieht, dann deshalb, weil es auch so ist. Irgendwie kann ich diese Vögel nicht fotografieren, sie geraten mir immer leicht ausser Fokus.

Einfacher ist es mit den Kudus, diese sind auch bei mir meist scharf im Bild. Dies war das erste Männchen, welches wir auf dieser Reise trafen. Sonst waren es meist Weibchen, die über keine Hörner verfügen. Ab und zu trafen wir auf ein kleines Männchen mit erst kleinen Hörnchen.

Dieser Storch hat auf englisch den richtigen Namen: Wooly necked Stork, was soviel wir Wollenhals-Storch bedeutet. Tatsächlich sieht der Hals aus, als sei er mit Wolle oder Watte überzogen.

Touristen liessen in der Vergangenheit anscheinend öfter Urnen und sogar Särge im Park zurück. Dies musste die Parkbehörde mit diesem Schild offiziell verbieten. Ebenso ist das Sch… im Park nicht erlaubt. Allerdings fehlen über weite Strecken die notwendigen Anlagen, wenn einem unterwegs ein plötzliches Verlangen dazu überkommt.

Für die Natur gelten die auf der Tafel aufgeführten Einschränkungen offensichtlich nicht. Ein Büffel fiel den Löwen zum Opfer, seine Überreste liessen die Katzen einfach liegen. Von letzteren war heute wiederum gar nichts zu sehen. Ruth wird schon langsam ungeduldig, sie droht mir mit allerhand Konsequenzen, sollte wir nicht bald die eine oder andere Katze antreffen. Ob es nun ein Löwe, ein Leopard oder gar eine Cheetah wird, ist egal. Ich hoffe, dass sich die Natur gnädig zeigt, nicht zuletzt auch in meinem Interesse.

Ein noch lebendiger Büffel wird gerade von einem Madenhacker-Vogel gepflegt. Diese Vögel dürfen an sämtlich möglichen und unmöglichen Stellen des Büffels ihrer Arbeit nachgehen, wichtig ist nur, dass die Maden und anderes Ungeziefer verschwinden.

Giraffen, auch einhörnige, sitzen in der Mittagshitze ab und zu im Schatten eines Busches oder kleineren Baumes. Wie dieses Tier wohl um einen Teil seines Kopfschmucks kam?

Ob diese Art, auf den Zehenspitzen oder wohl eher Zehennägeln zu stehen auf längere Zeit wohl bequem ist? Klippspringer sind immer auf diese Art unterwegs. Zwar eher in und auf den Granitbrocken, doch auch auf den Teerstrassen. Aber sicher nicht in einem Ballet-Saal.
