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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Zweite Etappe: Namibia
Der letzte ganze Tag im Etosha Nationalpark
Für einmal ein Tag ohne Löwen und andere Grosskatzen, dafür fünf Spottet Hyenas und drei Bat eared Fox: Für den letzen ganzen Tag im Park auch keine schlechte Ausbeute
Auf dem Weg von Halali-Camp zum Namutoni-Camp führt die Piste an einer permanenten Wasserstelle vorbei, bei der oft Flamingos zu sehen sind. So auch heute, eine Truppe von ungefähr 50 Vögeln war recht weit abseits der Piste am Sieben des Wassers.
Gerade als ich mit der Beobachtung der Flamingos beschäftigt war, machte mir eine Gruppe von Banded Mongoose ihre Aufwartung. Auf Deutsch heissen diese schlanken und sehr flinken Tiere Zebra Mangusten. Wenn ich nicht gerade mit den Flamingos beschäftigt und die Kamera nicht ohnehin schussbereit gewesen wäre, hätte ich diese Tiere wohl kaum fotografieren können.

In der Nähe eines grösseren Wasserloches richteten sich zwei Spottet Hyenas (Tüpfelhyänen) ihren Bau ein. Als ich angefahren kam, machten sie sich sofort aus dem Staub. so dass mir nur noch die Hinterteile blieben.
Immer wenn ich Giraffen beim Trinken zusehe, frage ich mich, was für eine seltsame Konstruktion die Natur hier herausgebracht hat. In dieser Stellung kann sich die Giraffe nicht gegen allfällige Angreifer wehren, weshalb sie sich vor dem Trinken immer sehr lange und sorgfältig umsieht und erst, wenn sie sich sicher fühlt, ihre Beine entsprechend in Position bringt. Hat sie genug Wasser, muss sie den Hals förmlich nach hinten reissen um die Beine wieder in die normale Stellung zu bringen. Aber auch wenn das sehr seltsam aussieht, scheint es doch gut zu funktionieren!
Und einfach weil Giraffen so schön sind, hier noch ein weiteres Bild der Tiere vor einem grossen Wasserloch in der Nähe des Camps.
Ganz in der Nähe des Wassers lagen unter einem Busch drei Hyänen im Schatten und schliefen. Nur ab und zu hob eine ihren Kopf, um die Umgebung zu kontrollieren. Mit dem Feldstecher waren auch bei den beiden anderen ab und zu offene Augen auszumachen. Für meine Kamera war das hingegen unmöglich.
Mit seinen beeindruckenden Hauern stellte sich dieser Warzenschwein-Eber (?) gegen mich. Er wollte mir wohl Eindruck verschaffen und mich von einem Angriff abhalten. Gegen meine lange Linse konnte er aber auch so nichts machen und so endet sein Bild schliesslich doch im Web.
Der Northern Black Korhaan steht oft im Schatten eines Busches und sobald ich angebraust komme, beginnt er zu rennen. Dieser liess sich von mir nicht beeindrucken und erlaubte es mir, mehrere Portraits zu schiessen.
Nun bin ich in einer Gegend des Etosha-Parks, in dem viele Tagestouristen mit ihren normalen PWs unterwegs sind. Genau wie im südlichen Krüger-Park in Südafrika trifft man hier auf viele Teerstrassen- und Klimaanlagen-Safarifahrer. Immer mit geschlossenen Fenstern und auch nach einem ganzen Tag ein noch schön sauberes, meist dunkles Auto. Ich frage mich immer wieder, wieso diese Leute sich überhaupt die Mühe machen in den Park zu fahren.
Morgen verlasse ich den Park und bleibe noch für einen Tag in der Nähe, um die weitere Reise in den Norden zu planen. Ich hoffe auf besseres und vor allem schnelleres Internet und möchte einen Tag etwas ausspannen, bevor das neue Abenteuer beginnt.
