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- Kategorie: Winterreise 16 / 17: Sechste Etappe - Thailand 17 mit Ruth
Sukhothai zum ersten Mal für Ruth, einmal mehr für mich
Thailands alte Hauptstadt Sukhothai lag heute einmal mehr auf meiner Reiseroute. Für Ruth war es der erste Besuch in dieser Stadt. Ich war schon öfter hier, komme aber immer wieder gerne zurück. Hier war im 13. und 14. Jhdt. eine erste Hauptstadt des Thai-Königreichs. Heute sind nur mehr Ruinen zu sehen, die Anlage fasziniert aber immer noch ungemein.

Eine Buddha-Statue war gerade schön im warmen Abendlicht. Wir besuchten die Anlage ab 15:30, als die Sonne schon tiefer am Horizont stand. Die Teile, welche gegen Westen ausgerichtet sind, profitierten vom schönen Licht, die östlich ausgerichteten Teile waren hingegen schon ziemlich im Schatten. Seit kurzen darf der innere Bezirk nicht mehr mit dem Auto befahren werden, nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad wird man zugelassen. Das schränkte meine Möglichkeiten natürlich etwas ein, die wichtigsten Stationen waren aber problemlos machbar.

An vielen Stellen gibt es noch kleine und auch grössere Figuren, welche dem Zahn der Zeit widerstanden. Mit wenigen Ausnahmen sind die Farben allerdings ausgewaschen worden.

Teile des Haupttempel sind noch in einigermassen gutem Zustand, während von anderen Konstruktionen nur mehr wenige Resten übrig geblieben sind. Sukhothai hatte lediglich eine kurze Blüte. Die Gegend wurde während langer Zeit von starken und kriegerischen Königreichen von Osten und Westen mit Angriffen und Krieg überzogen. Im Osten war das Angkor-Reich im heutigen Cambodiy sehr stark, im Westen jenes von Bagan im heutigen Myanmar. Erst 1238 wurde das Königreich in Sukhothai gegründet, die Blüte begann 1277 mit einem König, der in seiner Amtszeit die Thai-Schriftsprache kreierte. Bereits 1437 wurde das Reich an jenes von Ayutthaya im Süden integriert und die Stadt begann langsam zu zerfallen.

Diese imposante Buddha-Statue war von hinten am Schönsten anzusehen. Der Rücken wurde von der Sonne wunderbar beschienen. Auch ein schöner Buddha-Rücken kann entzücken.

Aus der Frühzeit des Reiches stammt dieser Tempel im Khmer-Stil. Er wurde noch von den Khmer-Besatzern dieser Gegend gebaut. Auch von diesem Teil sind lediglich einzelne Puzzleteile erhalten geblieben.

Dieselbe Anlage von der Seite gesehen. Auch die Khmer wussten mit ihren Bauten Schönes zu schaffen, auch wenn sie fremde Landstriche besetzten. In Angkor Wat schufen sie eine der schönsten Anlagen in Südost-Asien.

Die Haltung dieser Statue sieht eher seltsam aus, eine leicht scheue Gestalt. Irgendwie kommt mir bei ihrem Anblick ein leicht gehauchtes „Huch!“ in den Sinn.

Unser Hotel (Klick mich!) wurde erst Ende Dezember 2016 eröffnet und hat noch nicht viele Gäste. Die Anlage ist ausgezeichnet gelegen mir einer fantastischen Sicht auf die Reisfelder. Grosse Zimmer mit einer Terrasse machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis. Etwa einen Kilometer vom Eingang in die Ruinenstadt, aber entfernt von der Hauptstrasse gibt es hier eine ruhige Oase. Im Restaurant waren wir heute Abend sogar die einzigen Esser, auch sonst sahen wir nur einzelne Gruppen von Gästen. Der Sonnenuntergang hingegen hatte es heute in sich. Blutrot ging unsere Sonne im Westen hinter der Bergkette unter und goss ihr warmes Licht auf den Pool.
