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- Kategorie: Winterreise 16 / 17: Sechste Etappe - Thailand 17 mit Ruth
Noch einige Ruinen in Sukhothai und dann etwas für Ruth
Wir buchten eine zweite Nacht in Sukhothai und sahen uns am Vormittag noch einige der Tempel-Resten an. Darunter meinen Lieblingsbuddha in dieser Gegend.

Diese alte Stupa oder Chedi wird von Elefanten auf dem Rücken getragen. Die Figuren stehen je in einer kleinen Nische. Die zerstörten Originale wurden durch neue Kopien ersetzt.

Eine der schönsten Buddha-Statuen in Sukhothai befindet sich im Wat Si Chum, die Figur ist 11 m breit und 15 m hoch. Es sieht von weitem so aus, als ob die Figur in die Anlage hinein gequetscht wurde. Der Buddha schaut aus dem Spalt ins Freie. Ein sehr beliebtes Fotomotiv, nicht nur für mich.

Im Innern der Anlage sieht die Figur richtig klaustrophobisch aus. Die teilweise vergoldete Hand ruht über dem rechten Bein. Ursprünglich hatte dieses Gehäuse wohl ein Dach, doch hat dieses die Zeit nicht überstanden.

Die Statue selber wird von vielen Thais als Heiligtum verehrt, sie wird von ihnen an einzelnen Stellen immer wieder mit Blattgold verziert. Die rechte Hand ist ein beliebtes Ziel für die Goldplättchen. Bei der linken Hand ist es nur gerade der Fingernagel des Daumens, welcher Gold erhält.

Neben dem eingesperrten Buddha gibt es in derselben Anlage noch andere Exemplare. Dieser Buddha steht im Freien, auch hier werden Goldplättchen an die Fingernägel und Beine geklebt.

Von einem anderen Tempel aus der Khmerzeit ist nur mehr einer von ursprünglich drei Chedis erhalten. Die übrigen sind zerfallen, genau so wie der Rest der Anlage.

Nach den Tempeln besuchten wir auf Ruth’s ausdrücklichen Wunsch noch einen Markt in der Nähe der historischen Stadt. Diese Schweinsköpfe werden hier genau so wie die übrigen Teile des Tieres verkauft und gegessen. Wir konnten dem Kaufwunsch ganz leicht widerstehen.

Der Metzger legte ein kleines Nickerchen ein, da er bis auf einige wenige Fleischstücke alles verkauft hatte. Das Messer entglitt seiner Hand, blieb zum Glück aber auf dem Tisch und fiel ihm nicht auf die Füsse.

Hühnerfüsse waren schon gekocht, sie werden genauso wie die Flügel verkauft und in einer Suppe gegessen. Auch hier konnten wir uns problemlos zurückhalten. Die Füsse sind die eigentlichen Mistkratzer, nicht was bei uns als solche in einigen Restaurants serviert wird. Eine neue Geschäftsidee?

Dieser Stand war ganz nach Ruth’s Geschmack. Sauber aufgeräumt und alle Okras pro Teller genau in dieselbe Richtung zeigend. Die kleinen Auberginen sauber abgezählt auf einem kleinen Teller. Die grünen kugligen Auberginen sind zu gleichen Bündeln verkaufsfertig. Ordnung ist auch hier die halbe Miete!

Die beiden Damen erlaubten mir, sie zu fotografieren. Die einzelnen Fische waren genau so schön aufgereiht, wie sich Ruth ihre Kleider in den Kleiderkasten einräumt. Jedes Ding an seinem Platz und alles mit genau dem selben Abstand zum nächsten.

Eine Gemüseverkäuferin bot ihre Ware ebenfalls perfekt gestapelt an. Die einzelnen Gemüsesorten genau nach Grösse sortiert und perfekt ausgerichtet. Ganz nach Ruth’s Linie.
