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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Mountain Zebra Nationalpark - Auf der Suche nach den speziellen Zebras

Der Mountain Zebra Nationalpark ist mit seinen 284 km2 eher klein, er wurde zum Schutz der einst fast ausgerotteten speziellen Zebra-Art gegründet. Heute leben hier wieder mehr als 700 Zebras. In den frühen 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts lebten hier ganze 7 Hengste und ein einzelnes Weibchen. Eher wenig für einen stabilen Bestand. Farmer spendeten weitere Zebras, so dass sich die Population langsam wieder erholte.

Der Park ist recht hügelig, die meisten Strassen sind aber gut geteert oder auch als Pisten in einem ausgezeichneten Zustand. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte an denen man aussteigen und die Sicht geniessen kann.

Wo man aussteigen darf, muss sich aber vor den Löwen in Acht nehmen. Offiziell gibt es wohl Löwen, aber die Köchin in unserem Hotel meinte, sie hätte noch nie einen gesehen. Auch kenne sie niemanden, der je ein Exemplar zu Gesicht bekommen hätte. Aber Vorsicht ist immer besser als Nachsicht und die Warnung der Parkverwaltung erfüllt sicher ihren Zweck.

Ein 180° Panorama gibt einen Eindruck von der Weite der Landschaft.

Dieser Springbock ist nur einer von vielen, die in diesem Park leben. So grazil sie aussehen, so hoch können sie springen, wenn sie auf der Flucht sind. Hier sind sie alles andere als scheu, sie bleiben lang genug stehen, bis auch der langsamste Fotograf sein Bild im Kasten hat.

Red Hartebeest gibt es ebenfalls viele im Park. Oft trifft man sie in grösseren Gruppen an, machmal aber auch Einzelgänger.

Eine grossen Aloe bekam gerade Besuch von einem Sunbird, einem wunderbar irisierenden kleinen Vogel. Ob es sich um einen Malchite oder Double Banded Sudbird handelt kann ich nicht mit absoluter Sicherheit feststellen, er gefällt mir auch ohne den genauen Namen zu kennen.

Da wir über ein 4x4 Fahrzeug verfügen wollten wir natürlich eine Strecke fahren, welche ausschliesslich diesen Gefährten vorbehalten ist. Bergauf war die Piste teilweise sehr schlecht. An einer Stelle beobachtete uns ein Zebra und schüttelte nur den Kopf über die doofen Touristen. Mühelos entfernte es sich anschliessend über Stock und Stein aus dem Staub. Auch mit dem besten 4x4 und dem besten Fahrer wäre dies unmöglich. Beim Runterfahren kamen wir an eine Stelle, wo der 4x4 Antrieb sehr hilfreich war. Von der Sicht des Fahrers aus sieht die Strecke nicht spektakulär aus.

Paul stieg freundlicherweise aus und fotografierte, als ich im Schritttempo die Stelle durchfuhr. Ein Fahrzeug mit weniger Bodenfreiheit wäre hier stecken geblieben. Für den Hilux war es aber kein grösseres Problem.

Eine Gruppe von Mountain-Zebras machte und ihre Aufwartung. In sicherer Distanz beobachteten sie uns. An dieser Stelle kamen nur wenige Fahrzeuge vorbei, da sie an einer 4x4-Strecke lag.

Etwas weiter unten hatte ein Strauss weniger Freude an uns: Mit weit offenem Schnabel protestierte er gegen unsere Anwesenheit. Durch das geschlossene Fenster hörten wir ihn nicht und fuhren einfach weiter.

Eine Gruppe von Straussen war in einen Streit verwickelt, sie verfolgten sich rennend über die Ebene. Auch drei Männchen zusammen können sich streiten, es braucht nicht zwingend weibliche Geschöpfe dazu!

Den Abschluss macht heute ein kleiner Ground Squirrel, der sich an gefundenen Insekten verlustiert. Offenbar war die Beute so schmackhaft, dass er darob die Scheu vor dem grossen weissen Auto verlor.
