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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Eine eher langweilige Fahrstrecke
Von Kimberley führte uns die Reise heute in den Süden, hin zum Mountain Zebra Nationalpark. Knappe 500 km durch eine weitgehend flache und an Höhepunkten arme Landschaft.

In einer kleinen Ortschaft machten wir einen Zwischenhalt für einen Kaffee, im Restaurant gab es eine Bar, die recht fantasievoll, doch eher einfach eingerichtet war. Die Servierdame passte sehr gut ins Lokal, sie musste für die Berechnung des Totals einen Taschenrechner zu Hilfe nehmen: 25 + 20 Rand war offenbar zu viel für eine Kopfrechnung. Na ja, immerhin hat am Ende das Total gestimmt und sie war dann mit dem Trinkgeld zufrieden.

Die zweite Kaffeepause legten wir in Hanover ein, auch dieser Ort lag nicht wirklich im Zentrum des Universums. Das zentrale Hotel bot immerhin einen guten Espresso. Die kleinen Ortschaften in der Gegend dienen als Zentren für die umliegenden und sehr weit verstreuten Farmen.

Ein typisches Bild unserer heutigen Fahrt: Endlos gerade Strassen in einer menschenleeren Landschaft. Alle paar dutzend Kilometer eine Seitenstrasse, die meisten davon ungeteert. Sie führten in der Regel zu abgelegenen Farmen, die viele Kilometer von der Hauptstrasse entfernt lagen.

Ab und zu standen Tafelberge in der Ebene, die Vegetation beschränkte sich auf kleine Büsche und lockeres Gras. Von Zeit zu Zeit sahen wir Kühe, welche sich vom spärlichen Bewuchs ernährten. Gestern in Kimberley stand das Thermometer bei 34 Grad, heute erreichte die Temperatur selten mehr als 16 Grad. Ein starker Südwind sorgte für einen meist blauen Himmel, brachte aber auch tiefe Temperaturen. Morgen soll es mit nachlassendem Wind wieder wärmer werden.

Neben Kühen sahen wir heute zwei Blue Crane, blaue Kraniche. Sehr elegante Vögel, die aber sehr scheu waren. Kaum stoppte ich am Strassenrand, zogen sie sich in sichere Distanz zurück. Für ein Föteli reichte es aber auch so noch.

Auch einige Strausse sahen wir im Feld. Dieses Männchen posiert vor den grossen Windturbinen, welche auf dieser Hügelkette heute sicher viel Strom produzieren.

Auch Schafe sahen wir unterwegs immer wieder. Die meisten davon mussten sich mit dem wenigen Gras auf den trockenen Feldern abgeben. Diesen hier geht es sehr gut, sie können auf einem grünen Feld fressen.

Hier sind wir auf einer privaten Farm zu Gast. Das Mountain View Country Guesthouse wird von zwei Brüdern betrieben, welche die grosse Farm besitzen. Es gibt hier etwa 1’250 Milchkühe und noch etwa 750 Kälber. Die Kühe produzieren pro Tag 30’000 l Milch! Dazu leben noch gut 12’000 Merino-Schafe auf dem Land. Die Schafe sind für die Qualität der von ihnen produzierten Wolle bekannt. Die Wolle erzielt offenbar Höchstpreise auf den Auktionen.
