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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
West Coast Nationalpark - nicht ganz optimal
Knapp 100 km nördlich von Cape Town liegt der West Coast Nationalpark, den wir heute auf unserem Weg in den Norden besuchten. Für mich war der Besuch nicht ganz optimal.

Nur wenige km nördlich von Cape Town ist ein schöner Strand, von dem aus der Tafelberg und die davor liegende Stadt gut sichtbar ist. Ein kurzer Zwischenstopp brachte die gesuchten Bilder.

Vom Nationalpark aus gibt es eine schöne Sicht auf den Atlantik, wenn man genau hinsieht, ist am Horizont rechts vom Land nochmals der Tafelberg zu sehen. Beim heutigen klaren Wetter reichte der Blick weit genug, was aber eher selten ist.

Der West Coast Nationalpark ist vor allem für die vielen Vögel bekannt, welche hier zu finden sind. An einigen Orten trafen wir Strausse, welche gerade ihre Eier ausbrüteten. Sie sassen recht nahe der Piste und waren so gut zu fotografieren. Alle Vogelbilder in diesem Beitrag stammen von Paul, mit meinem iPhone gibt es keine guten Bilder der Vögel. Für Landschaften ist es ausreichend, für Tiere erfüllte es meine Ansprüche hingegen überhaupt nicht. Deshalb war der Besuch für mich eher nicht optimal.

An vielen Stellen gibt es Wege ans Meer, welches heute recht wild war, da wieder ein sehr starker Wind aus Süden blies. Die Temperatur lag mit dem Wind bei gefühlten 12 Grad, am Windschatten war es hingegen recht angenehm. Auf diesem Bild wäre ein Oystercatcher zu sehen, der aber wirklich nicht einmal mit sehr guten Augen sichtbar ist. Das Bild liess ich wegen der Landschaft stehen.

Mit Pauls Zoom ist der Oystercatcher hingegen gut zu sehen. Der tiefrote, gerade Schnabel ist typisch für diesen Vogel. Der rote Ring um das Auge macht ihn noch interessanter.

Ein grosser Teil des Parks wird von einer Lagune eingenommen, welche bei Ebbe vielen Vögel Nahrung bietet. Auch auf diesem Bild sind viele Vögel zu sehen, vielleicht mit einer Lupe.

Am entfernten Rand der Lagune waren grössere Gruppen von Flamingos am Fressen. Auch einige Spoonbills waren zugegen, diese aber nicht einmal mit Pauls Kamera einzufangen. Vor den Flamingos laufen unterschiedliche kleine Watvögel im Schlick, Curlews heissen die grösseren unter ihnen.

Bei einem Bird Hide, einem vor Blicken geschützten Unterstand, zeigt eine Grafik die jährliche Migration einiger hier anzutreffenden Vogelarten. Hier im südwestlichen Afrika verbringen die knapp 20 g schweren Vögelchen den Süd-Sommer, den Sommer auf der Nordhalbkugel verbringen sie hingegen im nördlichen Sibirien! Eine gigantische Flugstrecke für die kleinen Piepmatze.

An einigen Stellen sahen wir Heuschrecken auf der Piste, eine davon fotografierte ich. Das ganze Tier ist ohne die Antenne etwa 4 cm lang, die Flügel sind dunkelblau, der Kopf rot und der eigentliche Körper ganz giftig schwarz/gelb gestreift. Wozu wohl diese Farben dienen mögen?

Die Nacht verbringen wir in einer interessanten Ortschaft. Interessant schon, weil sie einen seltsamen Namen hat: Paternoster. Dann auch wegen der Architektur: Hier sind weisse Häuser Vorschrift, was dem Ort einen fast griechischen Touch verleiht. Einzig unser heutiges Restaurant stach heraus: Grüne Wände und ein rotes Dach. Der Fisch, ein Kingklip (Klick mich!), schmeckte sehr gut, insbesondere, da unser Restaurant einen wunderbaren Meerblick hatte!
