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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Von Upington zum Kgalagadi National Park und etwas Safari
Knappe vier Stunden nahm heute die Fahrt von Upington zum Kgalagadi-Nationalpark in Anspruch. Langsam änderte sich die Landschaft und erste rote Dünen kamen ins Bild. Die typische Kalahari-Landschaft. Einmal mehr war ich von der Qualität der Strassen beeindruckt. Keine Schlaglöcher, saubere Markierungen überall und generell gut ausgebaut Trassen. Wenn ich diese Strassen mit vielen in den USA vergleiche, dann …

Das Eintrittsgate in den Park ist von dieser Seite nicht sehr spektakulär, aber es eröffnet immerhin einen der grössten Parks. Insgesamt 37’000 km2 entstanden aus dem Zusammenschluss der beiden Parks in Südafrika und dem angrenzenden Botswana. Damit ist der Park mehr als doppelt so gross wie der viel bekanntere Krüger im Osten von Südafrika.

Selbstverständlich ging es sogleich los mit einem ersten Gamedrive, eine grössere Gruppe von Springböcken begrüsste uns im Park.

Die Erbauer dieses Wolkenkratzers sind auf dem Bild nicht zu sehen, eine Vielzahl von kleinen Webervögeln der Gruppe Sociable Weavers erbauen so gigantische Häuser. Ab und zu brechen die Äste unter dem Gewicht ab und die überlebenden kleinen Piepmatze müssen neu beginnen.

An einem Aussichtspunkt mit einer schönen Rundsicht sahen wir dieses Schild: Das wohl interessanteste Wort ‚not‘ wurde ausgekratzt oder sogar übermalt. Was gilt wohl nun? Wir verliessen das Auto, da weit und breit weder Tiere noch Aufseher zu sehen waren. Aber das Auto nahmen wir dann dennoch wieder mit.

Blue Wildebeest, eher bekannt als eine Gnu-Art sahen wir heute an einigen Stellen. Das lässt Hoffnung auf Löwen aufkommen, sind diese Tiere doch eine bevorzugte Beuteart der Katzen. Gesehen haben wir heute allerdings noch keine.

Andere beliebte Beutetiere sind die Oryx-Antilopen, hier lokal Gemsbok genannt. Aus der Ferne ist das Geschlecht nicht festzustellen, da sowohl Weibchen als auch Männchen Hörner tragen.

Aus der ungewohnten Perspektive sieht der Southern Pale Chanting Goshawk noch interessanter aus. Mir gefallen bei diesem Vogel immer die Federn am Bauch, die Streifen erinnern an ein Pyjama. Er machte sich gerade zum Abflug bereit, die Schwanzfedern waren schon gespreizt.

Als er vom Baum abflog landete er gleich wieder auf dem Boden und fing eine Maus, die er anschliessend genüsslich verzehrte. Bevor er jedoch zubiss, versicherte er sich mit einem strengen Blick, ob er uns wohl trauen könne.

Den Black Korhaan hörte ich schon lange, bevor ich ihn sah. So hübsch der Vogel ist, so schrecklich ist sein Gekrächze. Wenn mehrere davon in der Nähe sind, stacheln sie sich gegenseitig zu stimmlichen Höchstleistungen an.

Auf dieses Bild bin ich stolz: Erdmännchen, welche in der für sie typischen Haltung posieren und erst noch mit einer fremden, kleinen Kamera fotografiert. Bisher konnte ich diese nur ganz wenige Male fotografieren und meist nur ein einziges Tier oder ein Paar. Die scheuen Tiere verschwinden sofort in ihren Wohnhöhlen, sobald sich Gefahr nähert. Was diese Familie so intensiv beobachtet konnte ich nicht feststellen.
