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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Juwel-Cave: Eine interessante Tropfstein-Höhle
Zwischen den beiden Leuchttürmen, welche wir gestern besuchten, verläuft ein grosses Kalkband entlang des Meeres. In diesem Kalk wurden durch saueres Wasser viele Höhlen herauserodiert. Durch von der Oberfläche herabsinkendes Wasser bildeten sich im Laufe der Zeit Tropfsteine, welche wir heute im Rahmen einer Tour besichtigten. Die Juwel-Cave ist die grösste dieser Höhlen. 256 Treppenstufen führen über verschiedene Ebenen bis hinunter zum tiefsten Punkt und anschliessend auch wieder an die Oberfläche. Die Temperatur im Innern der Höhle lag bei 17°, wodurch der Ab- und Aufstieg nicht allzu schweisstreibend war.

Das schwache Licht in der Höhle zauberte in allen Richtungen schöne Figuren aus der Dunkelheit. Da in den letzten Jahren die Niederschläge in dieser Ecke Australiens stark zurückgingen, sind die Kalzit-Figuren heute trocken. Nur wenn wieder einmal starke Regen niedergehen, dringt wieder Wasser von der Oberfläche hier hinunter. Das Regenwasser braucht einige Wochen, bis es von der Oberfläche hier herunter dringt. Die Kalkformationen wachsen dann auvh wieder weiter, immerhin mit 0.3 mm pro Jahr.

Es gibt hier nicht nur Tropfstein-Figuren wie Stalagmiten (von unten) und Stalaktiten (von oben), an einigen Stellen fanden auch Wurzeln von Bäumen auf der Oberfläche auf der Suche nach Wasser ihren Weg in die Höhle.

Einige Strukturen der Tropfsteine sind sehr filigran, sie sind aber so weit vom Besucherweg entfernt, dass diese sie nicht berühren und zerstören können. Die unterschiedlichen Brauntöne stammen vom Tanin der verrottenden Blätter der Bäume oberhalb der Höhle. Die ganz feinen Stalaktiten heissen hier Straws, sie sind wie Trinkhalme innen hohl.

Anschliessend an unseren Höhlenaufenthalt machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Wir spazierten durch die kleine Ortschaft Bunbury, wo wir auch ein Hotel fanden. Ein Sportgeschäft verkaufte hier Fussball-Leibchen in allen Grössen. Auch eine grössere Familie kann hier sämtliche Kinder und auch die Eltern mit entsprechenden Fanartikeln ausstatten.

Über der Stadt gibt es einen ca 50 m hohen Hügel, von welchem aus man einen schönen Überblick über die Stadt erhält.

In Western-Australia gilt die seltsame Regel, dass auch bei Fussgängerübergängen die Autos Vorfahrt haben. Die Autofahrer machen von ihrem Vortrittsrecht auch gnadenlos Gebrauch. Lediglich Übergänge, welche explizit mit einem gelben Schild gekennzeichnet sind, verpflichten die Autofahrer zum stoppen. Wenn ich als europäisch erzogener Autofahrer für die Fussgänger anhalte, reagieren diese zuerst irritiert, bevor sie anschliessend die Strasse vor mir überqueren.

Es darf kein Tag ohne ein Strandbild sein. Auch in Bunbury gibt es endlose Strände mit feinstem Sand und warmem, blauen Wasser!
