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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Australische Endstation für das Eisenerz
Nur gerade 250 km trennten uns heute von unserem Endziel, Port Hedland. Die einzige Strasse der Gegend zieht sich entlang der Küste in den Norden, jedoch bleiben immer etwa 30 km Abstand vom Meer. Diese Gegend ist weitgehend menschenleer, ab und zu gibt es einen Wegweiser zu einer sogenannten Station, einer Rinderfarm, einige dutzend Kilometer im Landesinnern.

Die letzten paar Kilometer folgten wir einem Schwertransporter, welcher auf dem Weg zum Hafen war, wo er eine grössere Last aufladen musste. Die Strasse wurde in der Gegenrichtung gesperrt, so dass die beiden Schwerlaster problemlos um die wenigen Kurven fahren konnten. Schon etwa 20 km ausserhalb von Port Hedland sahen wir einen solchen Laster am Strassenrand, dieser hatte eine grosse Industrieanlage geladen. Offenbar bilden die drei Laster während der Nacht einen Konvoi mit den entsprechenden Pilotfahrzeugen vor und hinter der Gruppe.

Port Hedland ist keine schöne Stadt im landläufigen Sinn: Überall herrscht die rote Farbe vor, diese stammt vom Eisenerz, welches hier in riesige Schüttgutfrachter verladen wird. Ein solches Monster liegt hier gerade vor Anker und wird über das bewegliche Förderband beladen. Ab und zu verschiebt sich das Förderband um einige Meter und füllt dann andere Kammern des Schiffs. Hier endet die Reise des Eisenerzes auf dem australischen Kontinent. Nächste Station sind die Hochöfen in Asien.

Auch die Strände rund um Port Hedland sind rot: Der Sand kontrastiert wunderbar mit dem Blau des Indischen Ozeans.
Morgen geht es für uns weiter in Richtung Norden, wo das nächste Ziel, Broome, auf uns wartet. Für uns wird Broome die nördlichste Stadt am Indischen Ozean sein, von dort aus führt die Strasse in Richtung Osten. Ob wir die gut 600 km in einem Stück fahren, oder allenfalls unterbrechen, werden wir morgen entscheiden. Unterwegs gibt es zwei Übernachtungsmöglichkeiten: Einerseits einen Campground am 80 Mile Beach und andererseits einen bei einem Roadhouse. Von der Hauptstrasse zur Beach führt eine 8 km lange Schotterpiste, je nach Zustand werden wir sie vielleicht fahren.
