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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Nichts, nichts und noch viel mehr nichts
Die heutige Fahrstrecke war eher langweilig: Zu sehen gab es kaum etwas und die Sonne brannte erbarmungslos vom blauen Himmel.

Der Morgen hingegen begann vielversprechend, indem zwei Kängurus uns beim Frühstück einen Besuch abstatteten. Die waren zwar sehr scheu, sobald ich mich näherte, um ein besseres Bild zu erhalten, rannten sie weg.

Während der meisten Zeit sah die Landschaft wie auf diesem Bild aus. Flach mit ab und zu Termitenhügeln. Hier immerhin in der Ferne ein kleiner Hügelzug. Verkehr gab es sehr wenig, pro Fahr-Stunde konnte ich die die entgegenkommenden Fahrzeuge an einer Hand abzählen. Sobald wir den Fitzroy River hinter uns gelassen hatten, gab es auch keine Boab mehr.

Bei unserem Tagesziel, Halls Creek, gibt es eine geologische Besonderheit, die China Wall genannt wird. Als wir auf der kurzen Piste von der Hauptstrasse aus dorthin unterwegs waren, überquerte ein Känguru die Strasse und bleib erst in sicherer Distanz stehen. Die Neugierde überwog wohl die Angst.

Die China Wall ist eine Quarz-Ader, welche sich angeblich über mehrere Kilometer hinzieht. An einer Stelle ist sie gut zu besichtigen. Um 1885 gab es hier einen Goldrausch, nachdem ein gewisser Charlie Hall bei dieser Ader ein Goldnugget fand, welches mit 28 Unzen fast ein Kilogramm wog. Bis zu 15’000 Glücksritter sollen hier damals noch Gold gesucht haben. Lange währte der Goldrush aber nicht, schon wenige Monate später zog die Kolonne weiter. Ganz so ergiebig war die Ader doch nicht.

Aus dieser Sicht sieht die Quarzader noch imposanter aus. Trotz intensiver Suche fanden wir aber kein Gold. Schade, denn so ein grösseres Nugget hätte gut in meine Sammlung gepasst.

Eine kleine Echse schaute uns bei der Suche zu und lachte sich ins Fäustchen, sie sah an dieser,Stelle wohl schon viele Erfolglose.
