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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Von Derby nach Fitzroy Crossing - ein Boab-Festival
Die 260 km von Derby nach Fitzroy Crossing sind ein Höhepunkt für Fans der Boab, der australischen Variante der Baobab. Nach einer durchregneten Nacht erwachten wir heute unter einem blauen Himmel, gerade rechtzeitig für die schöne Fahrstrecke.

Bei einem Parkplatz steht ein alter Riese, unser nicht gerade kleine Camper verschwindet beinahe hinter ihm. Auch er hat - dank Regenzeit - schöne frisch-grüne Blätter.

Ein gutgemeintes Schild weist die Reisenden auf Abfall-Deponien hin, diese liegen zwar nicht gerade am Weg, doch sind es die nächsten Radhauses resp. Ortschaften. Beim Parkplatz selber gibt es auch Mülltonnen, doch vielen Idioten ist sogar der kurz Weg noch zu viel und die leeren Bier- und Coladosen landen im Gebüsch.

Für einmal erwartete und wieder ein Tafelberg am Ende der Strasse. Auch er nicht sehr hoch, doch für ein schönes Bild reichte die Höhe allemal. Es war heute absolut ungefährlich, mich mitten auf die Strasse zu stellen und das Bild zu schiessen. Lediglich einige wenige Autos begegneten uns auf der ganzen Strecke.

Irgendwie kam ich mir wie auf dem falschen Kontinent vor: Eine afrikanische Savannenlandschaft sieht ähnlich aus. Das grüne Gras würde sowohl den Zebras als auch den Gnus sehr gut schmecken. Auch Giraffen würden hier gut hinpassen. Doch es gibt hier kaum Tiere, wir sahen ausser ein paar Kühen rein gar nichts.

Dafür gab es wie schon eingangs erwähnt sehr viele Boabs, ich zeige ohne weitere Kommentare einfach ein paar schöne Bilder.






Unser Ziel lag heute bei Fitzroy Crossing, einem unbedeutenden Kaff, welches über zwei Hotels auf je einer Seite des breiten Flusses verfügt.

Der mächtige Fluss führt das ganze Jahr über Wasser. Er entwässert die Kimberley im Norden des Kontinents und macht einen grossen Bogen nach Süden, bevor er sich im Norden bei Derby ins Meer ergiesst. Die einen meiner Leser mögen sich an die gestrigen Bilder vom Meer bei Derby erinnern, wo dieselbe Farbe vorherrschte.

Vor dem Bau der Brücke im Jahr 1974 war es in der Regenzeit beinahe unmöglich, den Fluss zu überqueren und viele Reisende mussten tage- und wochenlang in den Hotels warten, bis sie weiter kamen. Die Brücke ist zwar nur einspurig befahrbar, doch erlaubt sie die Überquerung des Flusses ganzjährig.
