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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Fertig Kakadu National Park, auf nach Darwin
Zwischen unserem Campground im Nationalpark und unserem nächsten Ziel am nördlichsten Punkt unserer Reise in Darwin lagen einige Billabongs, welche zumindest auf dem Papier vielversprechend aussahen. Also nicht wie los!

Der erste Billabong war zwar landschaftlich sehr interessant, leider aber sahen wir nicht viele Federn.

Mit dem Feldstecher und später auch mit langen Linse fand ich immerhin noch eine Comb crestet Jacana, einen hübschen Vogel mit sehr langen Füssen, der hier auch Jesus Bird genannt wird, weil er anscheinend mühelos über die Seerosen-Blätter gehen kann. Das wars dann aber auch schon.

An einem weiteren Billabong trafen wir dann immerhin auf einige kleine White Egret, sowie den Jabiru, den australischen Storch.

Einen der grossen Flüsse, hier der Alligator-River, überquerten wir auf einer Brücke. Dieser Fluss verdankt seinen Namen einem britischen Explorer, der 1812 auf dem Fluss kreuzte und die Krokodile am Ufer für Alligatoren hielt. Ein grobe Fehler, denn Alligatoren gibt es in Australien keine. Der Name blieb aber über all die Jahre bestehen. Wir waren nicht so glücklich, dass wir hier Echsen sahen.

Vor zwei Jahren waren Ruth und ich in derselben Gegend und wollten von Darwin her in den Kakadu National Park einreisen. Damals stand das Wasser hier so hoch, dass sämtliche Strassen unpassierbar waren. Heute sah alles anders aus, lediglich wenig Wasser stand noch in einigen Pfützen.

Der Arnhem-Highway, welcher zwischen dem Kakadu und Darwin die Verbindung herstellt, führt über weite Strecken durch interessante Landschaften. An einigen Stellen gibt es ganze Wälder von Pandanus-Palmen.

Bei einer der Pandanus konnte ich eine Frucht fotografieren. Diese Pflanzen sind nicht mit den Palmen verwandt, sie gehören zur Gattung der Schraubenbaum-Gewächse.

An diesem Stamm ist die schraubenartige Struktur gut zu sehen. Diese Pflanzengattung ist mit mehr als 600 Arten auf der östlichen Halbkugel in den Tropen und Subtropen weit verbreitet. Sowohl die Früchte, als auch die Fasern werden von den Einheimischen für verschiedene Aufgaben eingesetzt.
Insgesamt war die fotografische Ausbeute unseres Besuchs im Kakadu-Nationalpark eher bescheiden. Viele Strassen waren wegen des vielen Wassers und der damit weit verbreiteten Krokodilen unpassierbar und zudem waren viele Attraktionen geschlossen, da sich zur Zeit nur wenige Touristen in diese Gegend verirren. Krokodil sahen wir trotzdem keine.
Nun sind wir in Darwin, der grössten Stadt des Northern Territory, welche wir uns morgen in Ruhe ansehen werden. Wir freuen uns, nach einigen Wochen Natur wieder einmal etwas urbane Luft zu atmen.
