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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Die Ostküste der Eyre-Peninsula
Der Morgen erwartete uns heute mit bedecktem Himmel und fröstligen 18°. Bald schon brach die Sonne jedoch zwischen den Wolken hervorr und sofort stieg auch die Temperatur. Im Laufe des Nachmittags verschwanden die Wolken ganz.

Das Innere der Eyre-Peninsula ist über weite Strecken von Weizenfeldern überzogen. Nun im März sind diese natürlich schon abgeerntet und nur noch als braune Landschaft zu sehen. Unter dem blauen Himmel sehen aber auch diese interessant aus.

In jeder noch so kleinen Ortschaft gibt es grosse Getreidespeicher, wo die Ernten bis zum Versand aufbewahrt werden. Einige dieser Speicher sind bemalt, meist von lokalen Künstlern.

Aktuell sind wir in Tumby Bay, einer kleinen Ortschaft mit knapp 1’500 Einwohnern. Es gibt hier einen Mangrovengürtel, welcher die südlichsten Mangroven in Australien beinhaltet. Wo es Mangroven hat, sind die Strände nicht schön, doch sind diese Pflanzen für das ganze Ökosystem äusserst wichtig.

Unser Campground liegt im Süden des Ortes, hier gibt es keine Mangroven und dementsprechend ist der Sandstrand hier sehr schön. Feiner, weisser Sand hinter türkisblauem Wasser. Dieses ist für mich jedoch zu kalt, als Warmduscher gehe ich da nicht hinein. Offenbar gibt es noch mehrere Weicheier, denn obwohl der Campground wegen eines langen Weekends in der Gegend sehr gut gefüllt ist, war heute niemand im Wasser.

Ein Fischer hat bei einem dafür eingerichteten Unterstand seinen Fang geputzt und die Abfälle den grossen Pelikanen hingeworfen, welche sich dieses Fest selbstverständlich nicht entgehen lassen wollten.

Wenn einige am Fressen sind und es irgendwo etwas gratis gibt, wollen Auch bei den Vögeln alle teilhaben. Dieser Pelikan kam im Tiefflug daher und zu partizipieren.

Mit faulen Hundehaltern wird hier streng verfahren. Wenn Köter kackt und Herrchen sich nicht bückt, wird das Portemonnaie gezückt. Zuerst einmal eine Expiation Fee (das Wort habe ich auch nicht gekannt, ist ein Sühnegeld) von AUD 210, etwa CHF 130 und zusätzlich eine Busse von bis zu AUD 1’250. Robidog-Säckli gibt es übrigens überall gratis.

Von einem schmalen Pier aus sahen wir einen Stachelrochen im klaren Wasser. Das Tier hatte etwa 80 cm Spannweite und glitt majestätisch durch sein Element.
