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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Ein Museums-Besuch in Esperance
Heute war das Wetter alles andere als gut. Knapp 20° sowie ein bedeckter Himmel. Was will man da machen? Den Ausflug in den Nationalpark am Meer verschoben wir auf morgen, das Wetter soll sich bessern. Wir verbrachten den heutigen Tag in Esperance, unter anderem im Ortsmuseum.

In der neu gestalteten Esplanade gibt es viele Unterhaltungsmöglichkeiten, auch diese Unterstand gehört dazu. Selbstverständlich Tische und Bänke, dazu zwei kostenfrei zu benützende Gasgrill, welche wie immer sauber geputzt waren. Für die Internet-Süchtigen steht hier ein ebenso gratis WiFi-Zugang bereit.

Dieser Reiher brauchte weder einen Gasgrill noch einen Internet-Zugang, er war mit dem Blick aufs Meer vollauf zufrieden. Nur wenige Meter vor der Küste gibt es hier grosse Seegras-Ebenen, deren Abfall sich am Strand stapelt. Dieser wird zwar oft gereinigt, doch bleibt immer viel Gras liegen.

Im Ortsmuseum, welches von Freiwilligen betrieben wird, gibt es allerlei Besonderheiten aus der Geschichte der Stadt zu sehen. Unter anderem auch Teile von untergegangenen Schiffen, von denen es an diesen Küsten sehr viele gab.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist allerdings eine Ausstellung mit Trümmerstücken des Spacelab, welches 1979 über dieser Gegend aus dem All abstürzte.

Ein knapp 2 m langer Wasserstoff-Tank überstand den Wiedereintritt in die Atmosphäre recht gut.

Daneben gibt es auch viele Teile von Isolationsmaterial sowie Bauteile der Bordelektronik und auch grössere Metall-Teile von Tanks sowie ein Teil einer Bordtüre. Davon ist aber nichts mehr zu gebrauchen, verbogen und eingeschlagen, viele Teile auch teilweise verschmolzen. Für ein Ortsmuseum aber allemal noch brauchbar.

Die Stadt stellte der NASA eine symbolische Rechnung über 400 US$ für die Umweltverschmutzung, welche umgehend beglichen wurde. Ein Radiomoderator in den USA sammelte Geld für die Busse und wurde anschliessend von Esperance zu einem Besuch eingeladen. Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen der Stadt und der NASA, welche bis heute anhält.

Esperance ist auch wichtig für die Bahn, da über den Hafen viel Getreide und Eisenerz aus dem Inland verschifft wird. Dieses lustige Plakat zur Eröffnung der Bahnlinie musste ich natürlich fotografieren. Wirklich ein zur Gelegenheit passender Spruch.

In jedes Orts-Museum gehört auch die Telekommunikation. Hier eine Sammlung von alten Telefonen, welche für mich teilweise gar nicht so alt aussahen. Im der ersten Linie steht eines der ersten Mobil-Telefonen von Motorola, welches sich gegenüber den heutigen Geräten dann aber wirklich alt ausnimmt.

Dieser Röntgen-Apparat stammt aus dem Jahr 1949, er war noch bis 1976 im lokalen Spital im Einsatz. Nun geniesst er seinen wohlverdienten Ruhestand im Museum.
