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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Cape Le Grande Nationalpark bei Esperance - eine Symphonie in türkis
Gestern war das Wetter wie berichtet eher nicht sehr gut, kühl und eine dicke, graue Wolkendecke. Heute war dies glücklicherweise völlig anders. Schon zum Frühstück lachte die Sonne vom Himmel und die Temperatur war angenehm. Also nichts wie los in den Cape Le Grande Nationalpark, der etwa 45 km weiter östlich liegt.
Neben grossen Wanderrouten ist er vor allem für seine Strände bekannt, und diese haben es in sich. Nahezu weisser Sand, der so fein ist, dass er beim barfuss darüber gehen unter den Füssen quatscht. Puderzucker ist etwa die adäquate Beschreibung dafür. Ausser dass der Sand nicht süss ist.

Der bekannteste Strand heisst Lucky Bay, wo am heutigen Sonntag etliche Leute unterwegs waren. Die meisten begnügten sich mit einem Spaziergang am Strand, das Wasser war eher kühl.

Kängurus sind in diesem Park bekannt dafür, dass sie ab und zu am Strand auftauchen. So auch dieses jüngere Tier, welches mit seiner Mutter hier unterwegs war. Da es sich bei den Känguru um Wildtiere handelt, sollte man immer einen gebührenden Abstand halten. Einige Touristen mussten jedoch ihre Selfies mit den scheuen Hopperlis machen.

Grosse Teile des Parks haben einen Untergrund aus Granit, an einigen Stellen stehen solche Felsen verloren in der Landschaft.

Die Granitplatten sind so flach erodiert, dass sogar ich problemlos darüber gehen kann. Im Hintergrund eine andere Bucht, welche ebenfalls über weissen Sand verfügt.
Die Granite in diesem Park entstanden vor 2.5 Mia Jahren und sind damit unter den ältesten Gesteinen in dieser Weltgegend. Vor etwa 600 Mio Jahren wurde das Gestein aus den Tiefen hochgehoben und die darüber liegenden Schichten wurden wegerodiert.

Eine weisse Bucht, eingerahmt von rötlichen Granit-Mocken garantieren ein interessantes Bild. Mit Ausnahme des grossen Strandes von Lucky Bay sind die übrigen meist menschenleer.

Eine Grevillea war gerade wunderbar erblüht. Diese Pflanzenart gehört zur Familie der Protacea, welche bei uns in winterlichen Blumen-Gestecken gerne verwendet werden. Protea kommen aus Südafrika.

Diese wunderbare Bucht hat einen grässlichen Namen, sie heisst Hellfire-Bay, Höllenfeuer-Bucht. Für mich ist sie einfach nur schön und schliesst heute die Symphonie in türkis ab.

Dieser gigantische Granitblock ist bekannt als der Frenchman-Peak oder Franzosen-Hügel. Ganz oben ist ein Teil der Granitschicht so erodiert, dass sich eine Art Brücke bildet. Einige Leute wandern hier hinauf, um von dort eine schöne Rundsicht zu haben. Die Wanderung dauert gute zwei Stunden und ist angeblich sehr anstrengend. Wir liessen es bleiben und genossen den Blick von unten.
