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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Grasbäume und eine andere australische Ikone
Auf unserem Weg zurück nach Perth besuchten wir heute einige kleinere Sehenswürdigkeiten abseits der grossen Touristenströme. Diese gibt es zur Zeit in Australien zwar ohnehin nicht mehr, doch wir wollten nicht den ausgetretenen Pfaden folgen.
Aktuell sieht es hier so aus, als ob ab dem 1. April 20 praktisch der gesamte Tourismus zum Erliegen kommen wird. Bei allen Campgrounds heisst es, dass nur noch absolut notwendige Übernachtungen möglich seien. Alle anderen Touristen sollen so schnell wie möglich nach Hause zurück kehren. Das ist allerdings einfach gesagt, als getan. Ab dem 1. April 20 darf in Western Australia nur noch in einem eng begrenzten Gebiet gereist werden, wenn man dieses verlassen will, braucht man gute Gründe. Für uns geht es gerade so auf, spätestens am 1. April 20 geben wir unseren Camper ohnehin ab und wollen dann noch ein paar Tage in Perth bleiben, was problemlos möglich sein sollte. Schade jedoch für all die Touristen, welche erst vor einigen Wochen nach Australien kamen, für sie ist die Reise praktisch beendet. Auf unserem heutigen Campgroud traf cih ein paar junge Frauen aus Argentinien, welxhe mit einem Work-Stdy Visum hier sind. Sie können nicht einmal mehr nach Hause reisen. Argentinien lässt offenbar nicht einmal mehr eigene Staatsbürger einreisen.

Ein Café in einer kleinen Ortschaft am Weg hatte heute geöffnet, jedoch lediglich für Take-Aways, Sitze dürfen die Gastronomie-Betriebe keine anbieten. Aber auch so können die Wirte einen Restumsatz machen.

Bei einem ehemaligen Gerichtsgebäude steht dieses lustige Ding. Hier können Bücher ausgetauscht werden, je eines hinlegen und ein anderes mitnehmen. Dieser Service wird offenbar rege benützt. Mit meinen eBooks wäre dies unmöglich. Was macht wohl das Virus in einem Buch?

Ein riesiger Stausee dient als Trinkwasser-Speicher. Von hier aus wird das Wasser in die Ebene hin zu den grossen Städten geleitet.

Unterhalb der Staumauer gab es eine Picknick-Stelle mit einem kleinen Sandstrand. Das Baden war aber verboten, da in diesem Wasser offenbar Amöben leben können, diese wiederum können eine Meningitis auslösen, womit nicht zu spassen ist.

Und um den See gab es viele Grastrees, welche mit ihren langen Blütenständen immer hübsch aussehen.

Diese Drumstick-Grastrees, Trommelschläger-Grasbäume, sind eher selten, ich sah sie erst einmal auf einer früheren Reise hier im südlichen West-Australien. Ob Trommelschläger oder grüne Männchen mit ihren seltsamen Antennen, mir gefallen sie sowieso.

Schliesslich wollten wir uns noch einen Wasserfall ansehen, doch leider war der Zugang zum Weg dorthin abgesperrt. Dies auf Anordnung der Regierung, welche die Parks gesperrt hat. Als wir ausstiegen, kam dieses Känguru auf mich zu und nahm diese Boxhaltung ein. Ich konnte mich bis auf einen halben Meter nähern, ohne dass es sich entfernte.

Seine Verwandten waren weit weniger auffällig, sie liessen sich aber ebenso problemlos aus der Nähe fotografieren.

Ein fauler Kerl liess mich sogar ganz nahe heran, ohne dass er sich gestört fühlte. Offenbar sind sich diese Tiere an die Menschen gewöhnt, Känguru auf dem offenen Feld sind viel scheuer und nehmen schon ab einer Nähe von 5 m Reissaus.
