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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 1 Transatlantik mit der Queen Mary
USA / Mexico 14 - Auch ein guter Vorsatz hält nicht lange
Der heutige Tag begann für mich sehr früh, da ich bei einem wolkenlosen Himmel den Sonnenaufgang sehen wollte.

Tatsächlich ging die Sonne an einem nahezu klaren Himmel auf und erhellte ein fast glattes Meer. Die Farben waren sehr eindrücklich, da hier auf dem offenen Meer die Atmosphäre nicht stark verschmutzt ist.

Die ersten Sonnenstrahlen beleuchteten den bekannten Schriftzug, den ich einfach noch einmal fotografieren musste.

Kaum war die Sonne aus dem Meer hoch gekommen, begann die Mannschaft mit den täglichen Putzarbeiten. Sämtliche Scheiben, Handläufe und Planken werden jeden Morgen mit einem Hochdruckreiniger behandelt, da sonst das Salz sofort Schäden am Schiff anrichtet. Und auch damit die Gäste keine salzigen Hände und Finger kriegen, wenn sie sich festhalten.

Auch die Treppen und Aussenwände werden täglich abgespritzt. Sehr viel Arbeit wartet hier auf das Personal. Bei schönem Wetter ist dies sicher viel angenehmer, als im Dauerregen und bei grosser Kälte.

Auf diesem Bild konkurrieren einige Kugeln um die Aufmerksamkeit: Der Vollmond, der letzte Nacht seinen Zenit erreichte, die Sonne, welche sich in einer Scheibe spiegelt sowie die Antennen für die Satellitenkommunikation, welche die QM 2 mit der Aussenwelt verbinden. Die kleineren Lämpchen sowie die Uhr versuchen ebenfalls die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erhalten, allerdings ziemlich erfolglos.

Der letzte Tag auf See bot uns heute Temperaturen von mehr als 20 Grad und den ganzen Tag eine strahlende Sonne vom wolkenlosen Himmel. Der Wind hat ebenfalls stark nachgelassen. Die Decks waren entsprechend mit Liegestühlen vollgestellt, die meisten davon waren auch von Passagieren besetzt.
Nun noch zum Problem mit dem Vorsatz, der nicht lange hielt. Ich war um die Mittagszeit auf dem Schiff unterwegs, um noch einige Bilder zu machen, als ich am Buffet vorbei kam. Nach der gestrigen Erfahrung wollte ich nichts essen, sondern mich aufs Nachtessen freuen. Leider sah ich jedoch aus den Augenwinkeln am Buffet ein wunderbares Stück US Prime Rib mit Meerrettichsauce, dem ich nicht widerstehen konnte. Dazu musste ich selbstverständlich noch einige frische grüne Bohnen auf den Teller legen.
Bevor ich mich jedoch meinen Gelüsten ergab, wollte ich noch nachsehen, was das Nachtessen im „guten“ Restaurant zu bieten hatte. Leider wurde dort heute Abend ein Yellowfin Tuna serviert, den ich mir auf keinen Fall entgehen lassen konnte. Das Prime Rib allerdings ist auch eine grosse Versuchung. Was also tun? Na ja, schwach werden, das eine tun und das andere nicht lassen! Immerhin verzichtete ich beim Mittagessen auf den Wein.
