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- Kategorie: Cruise Dubai - Rom durch den Suez Kanal 22
Landgang in Safaga, am Roten Meer in Ägypten
Bereits um 6 Uhr war das Schiff schon fest am Ufer vertaut, die Türen waren aber noch geschlossen. Nach meinem Frühstück und etwas Zeitung lesen machte ich mich auf den Weg, ich wollte Teile der kleinen Stadt Safaga zu Fuss erkunden. Alternativ hätte es einen Ausflug nach Luxor und das Tal der Könige gegeben. Da wären allerdings je zwei 4-stündige Busfahrten zu absolvieren gewesen. Ich hatte dazu keine Lust.

Schon als ich von meiner Kabine aus die Gegend ansah, warteten die Busse für Luxor auf die Gäste. Auf der linken Seite liegt das Eingangsgebäude, hier werden die Rucksäcke und Taschen der Passagiere geröntgt, bevor diese nach Ägypten mitgenommen werden können. Dasselbe wieder bei der Rückkehr. Der Tatzelwurm, der von hier aus zum grossen Terminal im Hintergrund führt, wäre für die Kreuzfahrt-Gäste gedacht, damit diese nicht in der prallen Sonne gehen müssen. Hat aber nicht funktioniert, die Rolltreppen sahen ziemlich verlottert aus.
Ich machte mit zu Fuss auf den Weg, ausserhalb des Hafens zuerst nach links und dann zurück und noch eine längere Strecke nach rechts.

Die Beladung der Transportmittel ist abenteuerlich. Mit diesen kleinen Lastwagen werden die Güter vom Hafen abgeholt und dann in die umliegenden Ortschaften gebracht. Safaga ist offenbar der wichtigste Hafen am Roten Meer für Ägypten, hier wird viel Güterverkehr abgewickelt. Sattelschlepper verliessen den ganzen Tag über grössere Fähren von Zypern und anderen Häfen im Mittelmeer sowie auch von der arabischen Küste und fuhren von hier zu ihrer jeweiligen Bestimmung. Andere Sattelschlepper nahmen ihren Platz auf den Schiffen ein.

Die eine Strasse, die ich erkundete, war von grösseren und recht modernen Häusern gesäumt. Das gelbe Haus ist ein Hotel.

Die Nebenstrassen sahen dann aber öfter so aus: Ungeteert und die Häuser oft noch nicht fertiggestellt oder schon wieder am Verfallen. Jedenfalls nicht sehr einladend.

Ein einheimischer Verkaufsstand für Früchte und Gemüse. Was für ein Unterschied zu den auf dieser Reise besuchten Golf-Ländern!

Auch dies ein Geschäft, wo Einheimische einkaufen. Mich erinnerten viele der Läden an meine Reise 1984 / 85 nach Marokko und Algerien. Damals waren diese Art Geschäfte Standard. Hier scheint die Welt sehen geblieben zu sein.

Diese Moschee war der Wendepunkt auf meiner Wanderung. Es gab übrigens nirgends ein Restaurant oder ein Kaffee, welches geöffnet war. Ob das ausschliesslich mit dem aktuellen Ramadan zusammen hing oder andere Gründe hat, kann ich nicht abschätzen.

Ein anderes Überbleibsel aus lange vergangenen Zeiten, ein Peugeot 504. Er sieht zwar noch einigermassen gut aus, doch ob es dafür noch Ersatzteile gibt? Mein Vater hatte ein solches Modell in den 1990-er Jahren.

Knoblauch und Zwiebeln sind offenbar ein unverzichtbarer Bestandteil der lokalen Küche. Jedenfalls liegen sie hier in grossen Menge bereit. Der Handel mit Kohl scheint auch gut zu laufen.

Auch dies eine Erinnerung an Algerien im tiefen Süden. Hier sah ich einige dieser 1-PS-Gefährte.

Ali, so hiess der ältere Herr, versuchte sich mit mir zu unterhalten. Einige Brocken Englisch konnte er, auf jeden Fall mehr als ich Arabisch. Viel verstand ich aber nicht von seinen Erzählungen.

Eine weitere Erinnerung an Algerien: Ein Haus mit zwei Löchern und Kunden, die anstehen. Eine Bäckerei, die Fladenbrot im Angebot hatte. Dieses roch ausgezeichnet, wie frisch gebackenes Brot eben riecht. Eher seltsam mutet an, dass es hier zwei Verkaufslöcher gab. Eines für Männer und ein getrenntes für Frauen. Sogar Einkaufen muss hier nach Geschlechtern getrennt erfolgen.

Ein extremer Gegensatz: Eine leere Parzelle, die aktuell vor allem als Abfallhalde genutzt wird und im Hintergrund das Kreuzfahrtschiff mit allem erdenklichen Luxus.

Da ich nicht nur die Abfallgrube mit etwas blauer Farbe der Plastikfolien im überwiegenden Grau und Braun der Stadt zeigen wollte, hier noch eine farbige Impression in einem Haushaltwaren-Geschäft.
