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- Kategorie: Cruise Dubai - Rom durch den Suez Kanal 22
Ich erkundete heute Heraklion auf Kreta und fror!

Als ich mich um 8 Uhr vom Schiff auf den Weg in die Stadt machte, war es gerade mal 9° kalt und die Temperatur sollte gegen Mittag auf maximal 15° steigen. Kalt und nach einigen Monaten an der Wärme eher ungemütlich. Dank Daunenjacke und langer Hose war es einigermassen auszuhalten.

Die Busse für die Inselausflüge standen schon vor meinem Frühstück um 6:30 bereit. Mit einem Shuttlebus wurden die Fussgänger vom Schiff aus dem Hafen transportiert, da Fussgänger in diesem Gebiet nicht erlaubt sind.

Der Blick von meinem Balkon aus zeigte auf einem Berg hinter der Stadt sogar das von mir gefürchtete weisse Zeugs! Ich dachte immer, Griechenland liege im Süden …

Ausserhalb des Hafens werden die Fussgänger von einem gelben Streifen ins Zentrum und auch wieder zurück geführt. Diese sympathische Geste soll die Erinnerung an die Sage des Fadens der Ariadne wach halten. Diese Geschichte spielt auf Kreta, mehr Informationen dazu gibt es hier (Klick mich!).

Die Koúles-Festung stammt aus dem 16. Jhdt. als die Insel von den Venezianern beherrscht wurde. Sie sollte die Stadt vor Eindringlingen schützen, was aber schliesslich misslang. Die Festung ist aktuell geschlossen, von aussen sieht sie aber eindrücklich aus.

Als Kontrast zu meinem grossen Schiff musste ich dieses kleine Böötli fotografieren. Wie es sich für Griechenland gehört, muss es natürlich Blau-Weis bemalt sein. Mit diesem Ding übers Meer zu fahren, möchte ich mir nicht antun. Im Gegensatz zur MSC Virtuosa brauchte hier wohl Anti-Kotz-Pflaser.

Diese Fischernetze im Hafen wurden wohl schon länger nicht mehr verwendet, die darauf wachsenden Pflanzen sehen nicht aus, als ob sie erst vor kurzem zu wachsen begannen.

Kein Wunder, denn diese älteren Herren sitzen lieber an der Sonne und geniessen einen Schwatz, statt aufs Meer zu fahren.

Das Meer war heute ziemlich aufgepeitscht, die Wellen brachen sich am Fort und auch an der mehr als einen Kilometer langen Hafenmole.

In Heraklion gibt es viele Kirchen, so auch diese ehemalige Kirche San Marcos, welche heute aber ausschliesslich für wechselnde Kunstausstellungen genutzt wird.

In der ehemaligen Venezianischen Loggia, dem Versammlungshaus der damaligen Bewohner im 17. Jhdt. ist heute die Stadtverwaltung untergebracht. In der Innenstadt gibt es sehr viele kleine Kaffees und Restaurants, die gut besucht waren. Auch ich setzte mich in den Windschatten und genoss einen guten Espresso.

Seit 1628 fliesst aus dem Morosini-Brunnen Wasser aus den Löwenköpfen. Er liegt mitten im Zentrum und wird offenbar von Einheimischen gerne als Treffpunkt ausgewählt. Auch rund um diesen Platz gibt es viele Kaffees.

Heraklions grösste Kirche, die Agía Ekateríni, stammt aus dem 19. Jhdt. Von aussen ist sie nicht besonders eindrücklich, im Innern bezirzt sie aber durch sehr schöne Ikonen und sonstige Malereien.

Kronleuchter hängen von der Decke, die auf jedem Millimeter bemalt ist.

Das auf dem Boden liegende iPhone konnte mit dem Selbstauslöser einen Teil der Pracht fotografieren. Dass der Kronleuchter leider nicht ganz mittig im Bild ist, stellte ich erst auf dem Schiff fest, dann war es für die Korrektur zu spät.

So, nun reicht es mit den Kichen-Bildern!
Auf meiner Stadtwanderung brauchte ich auch etwas Kalorien, diese fand ich zusammen mit schönen Erinnerungen an zwei unterschiedlichen Orten. Mehr dazu hier (Klick mich!).

Am Ende der zentralen Einkaufsstrasse steht der Bembo-Brunnen, wo die Venezianer eine kopflose römische Statue einbauten.

Einer der in unseren Breiten wohl bekanntesten Kreter ist sicher der Schriftsteller Nikos Kazantzakis, der in der Stadt seine letzte Ruhestätte fand. Diese Statue erinnert an ihn. Sein bei uns bekanntestes Werk ist sicher der Roman „Alexis Sorbas“, welcher 1964 verfilmt wurde und damals drei Oskars gewann.
