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- Kategorie: Zambia 21
Bootsfahrt im Kafue Nationalpark

Zum Lunch toastete Dulani heute das Brot über der heissen Glut des gestrigen und nächtlichen Feuers.

Wir begannen den Nachmittag mit einer längeren Bootsfahrt auf dem Kafue River. Eine der ersten Begegnungen hatten wir mit einem noch jungen Schreisee-Adler, einem African Fish Eagle. Dieser hat noch nicht die typische Färbung mit dem schwarzen Federkleid und dem weissen Kopf- und Hals-Gefieder.

Er fühlte sich bald durch unsere Anwesenheit gestört und machte sich auf die Flügel, nur um sich einige hundert Meter weiter flussaufwärts wieder in einem Baum nieder zu lassen.

Unser Camp sieht auch vom Fluss her gut aus. Links befinden sich die Duschen und das WC, rechts eines unserer Zelte.

Zwei Hadada-Ibisse sitzen auf einem vertrockneten Baum. Wenn diese Vögel sitzen, glänzt ihr Gefieder sehr schön. Wenn sie hingegen fliegen, machen sie einen höllischen Lärm. Ich habe schon unterschiedliche Theorien bezüglich ihres Geschreis gehört: Entweder sie hätten Angst vor dem Fliegen, aber auch, sie würden sich über jede Störung lautstark beklagen. Hier (externer Link) ist ein Beispiel seiner Schreie, meine Leser mögen selber entscheiden.

Zwei Abkömmlinge der Dinosaurier vereint auf einem Stein im Fluss: Eine grosse Schildkröte und ein kleineres Krokodil. Beide lassen sich von der Sonne aufwärmen und bedrohen sich nicht.

Ein anderer hübscher Vogel, der eher selten anzutreffen ist, zeigt sich hier. Der African Skimmer flog mehrfach um unser Boot herum, wollte aber sein spezielles Jagdverhalten nicht zeigen: Sein unterer Schnabelteil ist etwas länger als sein oberer, mit ersterem streift er im Tiefflug die Wasseroberfläche und fängt so kleine Fische, die dicht unter der Oberfläche schwimmen.

Ganz unbeobachtet konnten wir unsere Bootsfahrt nicht abschliessen. Ein Hippo beobachtete uns aufmerksam.

Langsam neigte sich der Tag seinem Ende zu, die Sonne ging kurz nach 17:30 unter, schon eine knappe Viertelstunde später war es pechschwarz. Noch aber warf die Sonne ihr goldenes Licht auf die Fluss-Landschaft.

Diese Landschaft war einfach zu schön, um sie unfotografiert zu lassen. Der Wald spiegelt sich im ruhigen Wasser des Flusses.

Schliesslich war es dann soweit, die Sonne versank als rotblühender Ball im Fluss und ein weiterer, erlebnisreicher Tag neigte sich seinem Ende zu. Der wärmende Schlafsack empfing uns bereits kurz nach 20:00, da die Temperatur nach dem Sonnenuntergang rapide sank. Der kommende Tag wollte uns bereits wieder früh auf den Beinen sehen.
