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- Kategorie: Zambia 21
Auf nach Hippo Bay im Süden des Kafue NP

Heute hiess es einmal mehr früh aufstehen, wir wollten in des Süden des Kafue NP fahren und dort das Camp neu aufstellen. Am frühen Morgen stieg einmal mehr leichter Nebel aus dem Fluss auf, die gerade aufgehende Sonne liess ihn aufscheinen.

Als ich mein Gepäck im Zelt packte, kam ein kleiner Gecko unter meinem Koffer hervor, offenbar kam er während des gestrigen Nachmittags, als ich das Zelt zeitweise offen liess, hinein und versteckte sich. Als ich ihn auf meiner Hand nach draussen trug, wollte er zuerst nicht davon absteigen, da es hier warm war. An einem Baum in der Sonne liess er sich aber abstreifen.

Einmal mehr hatten wir heute im Auto unangenehmen Besuch: Tse Tse Fliegen wollten unser Blut! Einige davon konnte ich am Fenster erschlagen, was zu gröberen Blutflecken führte. Da niemand von uns gestochen wurde, stammte das Blut vermutlich von Wildtieren.

Ein besonders vollgesogenes Exemplar explodierte förmlich und das Blut spritzte auf meine Hand. Mit etwas Wasser liess es sich gut entfernen.

Auch das Hemd erhielt einige Spritzer ab. In nächsten Camp wusch ich dieses aus, die Flecken verschwanden.

Auf einer Safari gibt es nicht nur lästige Tse Tse, wir sahen auch einige andere, interessantere Tiere. Diese Red Hartebeast sind eher selten, wir sahen im Kafue einige kleinere Herden. Die Hörner erinnern mich immer an Velolenker …

Warthogs - Warzenschweine - sind eine beliebte Mahlzeit für Leoparden, auch Löwen verachten sie als Vorspeise kaum. Ein ganzes Löwenrudel wird dadurch allerdings nicht satt.

Ein African Hoopoe, die afrikanische Variante unseres Wiedehopfs, sitzt auf einem Ast. Mir gefallen diese witzig aussehenden Vögel sehr gut, vor allem, wenn sie manchmal ihre Kopffedern aufstellen. Auch ohne diese Federn zeige ich dieses Exemplar.

Hippo Bay liegt an einem grossen Stausee, welcher von Einheimischen zum Fischen benützt wird. Auf einem Einbaum waren diese beiden Männer auf dem Wasser unterwegs. Der See wurde zwischen 1974 und 1977 durch den Itezhi-Tezhi Dam aufgestaut, viele Bäume starben ab und ihre Skelette stehen immer noch im Wasser.

Ein Monitor Lizard, eine grosse Echse von etwa 1 m Länge sonnt sich auf einem Hügel.

Die abgestorbenen Bäume dienen unter anderem auch den Wasservögeln als Ruheplätze. Dieser White Egret geniesst noch die letzten wärmenden Strahlen der Abendsonne, bevor die nächtliche Kälte einsetzt.

Der Sonnenuntergang beschliesst auch unseren Aufenthalt im Kafue NP, morgen früh werden wir unsere Zelte abbrechen und uns auf die lange Fahrt nach Livingstone machen. Damit endet auch der Camping-Teil der Reise, von nun an werden wir die letzte Woche ausschliesslich in Lodges verbringen.
