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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Ein anstrengender Tag im Khao Yai National Park

Der Khao Yai National Park liegt etwa zwei Stunden östlich von Bangkok und ist damit ein beliebtes Ausflugsziel der Grossstädter an den Wochenenden. Am heutigen Dienstag waren zum Glück nur relativ wenige Besucher anwesend, so dass wir den Park uneingeschränkt geniessen konnten.

Wir begannen unseren Tag mit einer Wanderung zu einem Wasserfall, der sogar auch in der Trockenzeit noch etwas Wasser führte. An den dunklen Stellen der Felswand lässt sich erahnen, wie viel Wasser hier in der Regenzeit hinunter stürzt. Der Aussichtspunkt liegt einen Kilometer von der Strasse entfernt, der ganze Weg ist betoniert und somit problemlos zu begehen.

Am Ende des Kilometers führt eine lange Treppe knapp 100 Höhenmeter nach unten zum eigentlichen Aussichtspunkt, diese Aufnahme entstand von unten, kurz vor dem Wiederaufstieg. Bei 34 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit eine für mich etwas schweisstreibende Aktivität!

Kurz danach trafen wir auf erste Spuren der Elefanten, für die der Park berühmt ist. 200 der Tiere sollen hier auf gut 200'000 km2 leben. An dieser Stelle enthält die Erde Salz, welches die Elefanten oft zu sich nehmen müssen, da die Vegetation, die ihre normale Diät darstellt, zuwenig davon enthält. Einzige Evidenz ihrer Präsenz sind die ausgetrockneten Dunghaufen.
Der Park ist dicht bewaldet, nur an wenigen Stellen sieht man über offenes Land. Selbst Elefanten sind im Wald kaum zu sehen. Wenn sie nur zwei Meter von der Strasse entfernt sind, verschwinden sie in der dichten Vegetation. Immerhin sahen wir schon mal die zugehörigen Scheisshaufen.

Ein Gibbon wartete an der Strasse auf uns und liess sich anstandslos portraitieren.

Auch Hirsche sind im Park präsent, dieser ruhte sich im Schatten aus, auch er zeigte keinerlei Scheu. Die vielen Wochenendbesucher gewöhnen die Tiere an die Menschen.

Kurt portraitierte diese Hirschkuh in der Nähe einiger Imbissstände beim Visitor Center. Auch sie zeigte keinerlei Angst.

Ein Pileated Gibbon turnte hoch in den Bäumen und frass die kleinen roten Beeren, die hier im Überfluss zu finden sind. Seine langen Arme und Beine erlauben es ihm, sich einfach von Ast zu Ast zu hangeln und so auch von Baum zu Baum zu gelangen, ohne je auf den Boden gehen zu müssen. So ist er sicher vor Fressfeinden, ausser vor den Leoparden, welche im Park auch präsent sein sollen. Für uns leider ebenso unsichtbar wie die 20 Tiger, die hier leben sollen.

Ein technisch schlechtes Bild eines Hornbills, von denen im Park ebenfalls einige Arten leben sollen. Dies ist leider die einzige Aufnahme, welche mir gelang. Die Vögel tauchen überraschend aus dem Wald auf, überqueren einen freien Platz und verschwinden gerade wieder im dichten Laub. Im richtigen Moment die richtige Linse und die richtigen Einstellungen an der Kamera zu haben, ist eher Zufall, ausser man verbringt den ganzen Tag mit Warten auf einen Vogel.

Dieser lustige Gesell ist schon einfacher zu fotografieren. Obwohl auch er nervös umher fliegt, bleibt er doch öfter mal sitzen.

Am späteren Nachmittag machten wir uns zu einem Beobachtungsturm auf, in der Hoffnung auf dem freien Feld Tiere zu sehen. 900 m pro Weg waren hier auf einem Feldweg zurück zu legen.

Dieses Bild schoss ich mit dem iPhone als Panorama, es deckt nahezu 180 Grad ab. Tiere sind hier leider keine zu sehen. Aber die Landschaft ist auch so interessant.

Wir gaben die Suche nach Elefanten auf und machten uns auf den Rückweg. Das Licht war schon recht schwach, als wir um eine Kurve kamen und direkt vor uns eine Herde von 9 Elefanten die Strasse blockierten. Tiere in allen Grössen machten ein Durchkommen unmöglich. Mit genügend Abstand beobachteten wir die Elefanten während längerer Zeit und folgten ihnen während nahezu einem Kilometer.

Sie hielten sich die meiste Zeit auf der rechten Fahrbahn auf und nur selten übertraten sie die Mittellinie. Nur sollte ihnen mal jemand klarmachen, dass in Thailand Linksverkehr herrscht!

Nach längerer Zeit brach die Nacht herein und dies ist das letzte Bild, welches ich mit dem bisschen Restlicht noch machen konnte. Kurz danach verschwanden die Elefanten wieder im Dickicht und wir konnten unsere Fahrt zurück zum Hotel fortsetzen.
Nach dem anstrengenden Tag war ich froh, dass wir im Hotel essen konnten und nicht noch ein Restaurant aufsuchen mussten.
