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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Anreise zur Abreise mit einem Hindernis
Kurz vor Mittag machten wir uns auf den Weg nach Hua Hin, wo ich in einem Hotel noch eine Nacht verbringen werde, bevor ich mich in Richtung Süden auf den Weg mache. Brigitte wollte noch duschen, bevor wir anschliessend in Richtung Busbahnhof losfuhren, wo sie den Bus nach Bangkok nahm.

Diese schöne Anlage weckte unser Interesse und wir machten einen kleinen Umweg, um deren Natur zu erkunden. Das Gebäude hat offensichtlich etwas mit Religion zu tun, davon zeugen die roten und goldenen Verzierungen. Diese sind entweder dem König oder Buddha vorbehalten.

Von der anderen Seite zeigt sich die wahre Natur des Gebäudes: Das Kamin verrät den Zweck. Im vorderen Teil liegt was bei uns als Abdankungshalle bekannt ist, hinten findet die Einäscherung statt.
Gerade als ich von der Hauptstrasse in Richtung des Busbahnhofes abbiegen wollte, knallte es. Selbstverständlich hatte ich meinen Blinker eingeschaltet, ein Motorradfahrer beachtete mich aber nicht. Vermutlich war er am Handy, wie so viele Thais auf dem Töff.

Die Seite unseres Autos erlitt einige Schrammen, der Töfffahrer begann gerade zu humpeln, als er mich aussteigen sah und merkte, dass ich eine Langnase bin. Er witterte vermutlich eine grössere Summe als Entschädigung.
Sobald ich jedoch von der Polizei sprach, wollte er nichts mehr davon wissen und meinte, wir könnten diese Sache doch ganz einfach lösen. Er wollte gar einfach wegfahren. Mein iPhone bannte aber seine Nummer auf ein Bild, worauf er sich doch zum Bleiben entschied. Für die Versicherung des Vermieters brauche ich einen Polizeirapport, den ich vorlegen kann.
Brigitte erreichte ihren Bus problemlos, ich blieb zurück und wartete auf die Polizei, die nach etwa 20 Minuten eintraf. Leider konnte keiner der 5 Polizisten ein einziges Wort Englisch und ich bestand darauf, dass ein des Englischen mächtiger Polizist einen Rapport aufnehme. Ein solcher war vor Ort nicht erreichbar und wir mussten auf die zentrale Polizeistation von Hua Hin fahren, ich nahm einen der Polizisten mit, der mir mit Handgesten den Weg wies.
Parkplätze sind in Hua Hin rar, ich durfte aber grosszügigerweise im Innenhof der Polizeistation mein Auto abstellen. Der Weg in die Amtsstuben führte durch das lokale Polizeigefängnis mit völlig überbelegten Zellen. Glücklicherweise durfte ich auf der anderen Seite wieder aus dem Gefängnis heraustreten. Dann doch lieber eine Nacht im Hotel.
Einmal in der Amtsstube war die Sache dann relativ schnell klar, ein Rapport wurde mit Hilfe einer Frau der Touristenpolizei auf Grund einer Zeichnung von mir erstellt und nach guten 20 Minuten konnten wir die Polizei wieder verlassen. Morgen geht es nun noch zur lokalen Vermietstation, wo ich nochmals einen Rapport ausfüllen muss und dann sollte die Sache eigentlich erledigt sein. Die ganze Sache kostete mich im besten Fall etwa zwei Stunden am Pool im Hotel und davon werde ich in den nächsten Wochen hoffentlich noch genug kriegen.
