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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Ein wichtiger Rohstoff und ein peinliches Geständnis
Auf dem Weg von Hua Hin in Richtung Phuket machte ich unterwegs einen Umweg zu einem Strand, um eine kleine Pause einzulegen. Ein fast weisser Strand mit türkis-blauem Wasser verwöhnt die wenigen Besucher. Einige schöne Hotels warten auf Gäste, zur Zeit sind sie nur schwach belegt. Ausser Sun and Beach gibt es hier auch nicht viel zu tun. Einige Tage ausspannen könnte man hier aber sehr wohl.

Am nördlichen Ende des 4 km langen Strandes liegt zuoberst auf dem Hügel ein schöner Tempel, den ich leider nicht besuchen konnte. Ich hätte um den Hügel herumfahren müssen, was einen Umweg von gut 30 km bedeutet hätte. Und meine Fahrt war noch weit!

In vielen Ländern Süd-Ost Asiens werden diese Bäume kultiviert. In langen Reihen stehen sie und ich liess mir die Gelegenheit nicht entgehen, diese Bäume einmal genauer anzusehen. Meist liegen sie zu weit von der Strasse entfernt oder der Fahrer fährt zu schnell daran vorbei. Als mein eigener Fahrer konnte ich diesmal anhalten.

Die Hevea brasiliensis, besser bekannt als Gummibaum, bedeckt grosse Gebiete in Asien. Ursprünglich in Brasilien beheimatet, wurden die ersten Samen des Baumes von einem gewissen Henry Wickham 1876 nach England geschmuggelt und dort gezüchtet. Die Engländer bauten den Baum dann im grossen Stil in Asien an.
Die Rinde der Bäume wird angeritzt, worauf ein weisser Saft austritt und anschliessend in runden Gefässen aufgefangen wird. Dieser Latex ist der Grundstoff für den Naturgummi, der heute noch häufig Verwendung findet.

Hier ein Detailbild des Latex, der entlang der Rinde austritt und dann in ein Gefäss tropft.

Eine weitere grosse Bedeutung haben die Kokospalmen, von denen ebenfalls weite Gebiete bewachsen sind. Hier werden unter den Palmen noch Ananas angebaut, welche sehr langsam wachsen sowie viel Platz benötigen. Mit diesem gemischten Anbau lässt sich einfach Landwirtschaftsland effizienter nutzen.

Gerade rechtzeitig für einen Zvieri traf ich auf Fruchtsände, wo hervorragende Bananen verkauft wurden. Ich leistete mir ein gutes Kilogramm der sogenannten Lady-Fingers, etwa 8 cm lange Bananen, welche an Finger erinnern. Dafür musste ich umgerechnet 60 Rappen bezahlen!
Auf allen unseren Reise machen es Brigitte und ich zum Ziel, möglichst nur lokale Gerichte zu essen. Nach nahezu zwei Monaten in Asien mit ausschliesslich asiatischer Küche ass ich heute eine Pizza! Das Restaurant meines Hotels war geschlossen aber gerade gegenüber hatte eine Pizzeria geöffnet. Alternativ hätte ich mit dem Auto einige Kilometer fahren müssen, bevor ich ein anderes Restaurant gefunden hätte. Also biss in den sauren Apfel und genoss die hervorragende Pizza. Ein Holzofen lieferte ganze Arbeit! So fiel mir das Brechen des Versprechens eigentlich recht leicht, zumal Pizza mittlerweile weltweit gegessen wird und längst nicht mehr nur in Italien.
