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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Der Isthmus (Landenge) von Kra und noch ein wichtiges Landwirtschaftsprodukt
Die engste Stelle der malaiischen Halbinsel, die von Singapur im Süden über Malaysia, Thailand und Burma bis nach Bangkok reicht, liegt beim Ort Kra Buri. Seit dem 17. Jhdt. schon gab es konkrete Pläne, diese Stelle mit einem Kanal zu durchschneiden. Bereits vor mehr als 1000 Jahren machten sich erste Kaufleute entsprechende Gedanken. Mit dem Kanal würde der Seeweg von Asien nach Europa um gut 1'500 km verkürzt, allerdings würde so auch die Bedeutung des Hafens von Singapur abnehmen. Aus diesem und auch aus umwelt-schützerischen sowie finanziellen Gründen kamen die Pläne nie über das Initialstadium hinaus. Minimal wären 40 km Distanz und eine maximale Höhe von 75 m zu überwinden. Die politischen Widerstände sind aber offensichtlich viel grösser.

Diese Tafel markiert den Ort in Thailand die dünnste Stelle liegt. Viele Reisende, vor allem Thais machten hier am heutigen Sonntag Rast, um den Blick über den Fluss ins Nachbarland zu werfen. Die Karten sind zwar farbenfroh aber kaum lesbar.

Dieses Bild bietet sich von der Plattform aus: Ein brauner Fluss und auf der anderen Seite ein menschenleeres Land, Myanmar oder bei uns noch besser als Burma bekannt. Eigentlich wollten Brigitte und ich auf dieser Reise statt nach Laos nach Burma reisen, aus verschiedenen Gründen mussten wir unsere Pläne jedoch ändern. Ich konnte heute immerhin noch einen Blick hinüber werden. Doch so ganz anders als Thailand präsentiert sich das Land denn doch nicht. Der kleine Grenzfluss kann ja auch nicht viel ändern!

Auf dem Weg von Chumphon nach Khao Lak sind weite Gebiete rechts und links der Strasse abgeholzt und mit entweder Gummibäumen oder Palmen bepflanzt. Einerseits viele Kokospalmen, andererseits aber auch viele Ölpalmen (Elaeis guineensis). Wie der Name der Palme schon vermuten lässt, stammt sie ursprünglich aus Guinea in Westafrika. Seit vielen Jahren wird sie jedoch in vielen tropischen Gebieten angebaut,

Das wichtigste Produkt der Palme sind die Früchte, die hier in grossen Büscheln transportiert werden. Jeder dieser Büschel wiegt zwischen 40 und 50 kg. Sowohl die Schalen als auch die Kerne der Früchte enthalten viel Öl. Pro Hektare werden in den Plantagen pro Jahr durchschnittlich 10 Tonnen Früchte geerntet, aus denen 3'000 Tonnen Palmöl und nochmals 250 kg hochwertiges Palmkernöl hergestellt werden. Die Reste der Samen und Schalen dienen als Tierfutter. Das Öl wird in der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie verwendet und ist in vielen unserer Produkte vorhanden.
Palmöl Plantagen sind der wichtigste Grund für die Rodung der Regenwälder in Malaysia und Indonesien. Ein sehr informativer Artikel zur Problematik rund um das Palmöl fand ich hier.
Nun bin ich in Khao Lak, einem Badeort, in dem Brigitte und ich im April 2001 waren und der im Tsunami sehr stark betroffen war. Seit unserem Besuch und natürlich seit dem Naturereignis hat sich der Ort massiv verändert. Viele Hotels entstanden und ich hatte richtig Pech mit meiner Wahl: Zwar nicht schlecht gelegen, beherrbergt es leider die aus meiner Sicht falschen Gäste und auch die Qualität des Angebotes lässt stark zu wünschen übrig. Glücklicherweise buchte ich nur eine einzige Nacht, so dass ich morgen eine andere Bleibe suchen werde, was bei diesem grossen Angebot kein Problem darstellen sollte.
