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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Ein verschissener Tag endet doch noch versöhnlich
Nach dem gestrigen Erlebnis mit dem Hotel und den seltsamen Gästen buchte ich heute in einem anderen 4* Hotel ein Zimmer. Bereits um 10 Uhr wollte ich einchecken und wurde beschieden, dass das Zimmer leider noch nicht bereit sei. Ich sollte doch um 14 Uhr wiederkommen. Was ich dann auch tat.
In der Zwischenzeit schaute ich mir die Gegend rund um Khao Lak genauer an und entdeckte sowohl Neues als auch sattsam Bekanntes.

Nördlich von Khao Lak fuhr ich an einen zufällig ausgewählten Strand und traf auf sattsam Bekanntes: Heller Sandstrand, einige Korallenstücke und türkis-blaues Wasser mit nahezu 30 Grad. Nichts Neues unter der Sonne. Personen waren hier kaum zu sehen, da sich ohne Auto kaum ein Tourist hierhin verirrt. Langsam werden die Strände hier langweilig: Einer wie der andere wie aus dem Bilderbuch ;-)).

Südlich von Khao Lak dann ein Tempel. Eher unbedeutend, in keinem Reiseführer als spezielle Attraktion erwähnt und trotzdem unglaublich schön. Hier das Eingangstor mit dem eigentlichen Tempel im Hintergrund.

Der Tempel von der Seite: Ein dreistufiges Dach und heftig vergoldete Fenster. Auf dem Dach die stilisierten Flammen, welche die bösen Geister abhalten sollen.

In einem Nebengebäude traf ich diese vier Figuren: Zuhinterst eine Buddha-Statue, davor vermutlich spezielle Mönche. Ihre Bedeutung konnte ich nicht eruieren, der Mönch, den ich in der Anlage traf, verstand leider kein Englisch und mein Thai erschöpft sich immer noch in der Begrüssung. Auch ohne die Bedeutung genauer zu kennen, faszinierten mich diese Gestalten mit ihrer intensiven Ausstrahlung.
Um etwa 14:30 wollte ich im Hotel mein Zimmer beziehen und noch etwas Zeit am Pool verbringen. Als ich in die Lobby kam, wurde mir mitgeteilt, dass mein Zimmer in der Zwischenzeit leider anders vergeben wurde. Ich protestierte selbstverständlich, worauf mir ein anderes Zimmer angeboten wurde. Leider funktioniere die Klimaanlage aber nicht, dafür würde mir ein Ventilator ins Zimmer gestellt. Trotz allem machte ich mich auf den Weg, das Zimmer anzusehen. Auf meine Frage, was man mir für dir fehlende Klimaanlage anbieten würde, zB. ein gratis Nachtessen im Restaurant, folgte nur Unverständnis. Als ich dann feststellte, das auch der Fernseher (den ich ohnehin nie einschalte) nicht im Zimmer war und dass sowohl Kühlschrank als auch Safe nicht funktionierten, war mein Frust schon fast perfekt. Richtig perfekt wurde er aber, als ich feststellte, dass im Schrank noch Kleider der Vorgänger waren und das Schloss an der Türe ebenfalls nicht funktionierte.
Ich ging zurück in die Lobby und verlangte ein anderes Zimmer, worauf mit beschieden wurde, dass leider keines mehr verfügbar sei. Im Internet wurden aber immer noch Zimmer angeboten: Jemand log also. Ich beschloss, mir dies nicht bieten zu lassen und reiste ab. Ich liess mir vorgängig noch schriftlich bestätigen, dass das Hotel auf die Bezahlung des Zimmers verzichten würde.
So einen Scheiss-Service erlebte ich noch nie in einem Hotel! Da das Personal inklusive General Manager kaum Englisch spricht, waren die Verhandlungen recht mühsam.
Nun bin ich in einem neuen Hotel mit dem seltsamen Namen Monochrome, welches erst vor zwei Monaten eröffnet wurde und in hervorragendem Zustand ist: Ganz moderne Inneneinrichtung, ein angenehmer Pool sowie ein gutes Restaurant gehören zur Anlage. Das Personal ist ausgesprochen freundlich und spricht gut Englisch. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass es nicht am Strand liegt, dies aber mit einem gratis Shuttle wettmacht.
Ein gutes Hotel sowie ein ebensolches Nachtessen können die Welt wieder ins Lot rücken! Ich bin eben doch ein einfaches Gemüt ...
