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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Die Rose des Nordens - Chiang Mai
Von Bangkok ist es nur ein kurzer Hüpfer nordwärts nach Chiang Mai. Eine schöne Stadt, die mit knapp 130’000 Einwohnern die wichtigste Siedlung im Norden von Thailand ist. Neben Kunsthandwerk ist hier der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen. Wegen ihrer Schönheit wird die Stadt auch Rose des Nordens genannt. Leider sind auch hier nicht allzu viele Touristen unterwegs.

In der quadratischen Altstatt wimmelt es von Tempeln, zwei davon besuchten wir heute Nachmittag. Leider versteckte sich die Sonne oft hinter Wolken, ab und zu fiel auch etwas Regen. Die Vergoldungen wirken zwar auch in Schatten sehr gut, nur leuchten sie nicht ganz so stark wie bei Sonnenschein.
Nach unserer Ankunft übernahmen wir unseren Mietwagen und fuhren zuerst mal ins Hotel, welches wir dank unseres Navis problemlos fanden. Anschliessend brachen wir zu einer Fahrt in Stadtzentrum auf und stellten fest, dass das Navi keinen Strom mehr hatte. Ohne dieses Lebenselixier ist auch das beste Navi nur gerade ein etwas teuerer Briefbeschwerer. Der Zigarettenanzünder unseres Nissans führte keinen Strom! Also zurück zum Vermieter, wo wir problemlos ein neues Auto erhielten. Die Fahrt dorthin war jedoch nicht ganz problemlos, da wir lediglich über eine ungenaue Karte verfügten. Mit etwas Erinnerungsvermögen und Orientierung nach dem Sonnenstand gelang das Kunststück jedoch ohne grössere Umwege.
Auch mit dem neuen Navi war die Fahrt ins Zentrum nicht ganz einfach, da Teile der Innenstadt am Sonntag jeweils gesperrt werden. Wir entschieden uns deshalb, ein TukTuk zu mieten und uns ins Zentrum chauffieren zu lassen.

Der nette Fahrer freute sich, uns begleiten zu können und führte uns zu beiden Tempeln, welche heute auf unserem Programm standen; anschliessend fuhr er uns wieder zurück zum Hotel. Wir wollten ihn dann auch für unser Nachtessen als Chauffeur buchen, was er jedoch ablehnte, da er anderweitige Verpflichtungen habe. Sein Bruder würde dies aber gerne übernehmen, was uns ebenso recht war.

Die thailändischen Tempel sind innen ebenfalls mit viel Gold versehen. Im Zentrum steht meist eine grosse Buddha-Figur, welche von unzähligen weiteren umrahmt wird. Alle in Gold oder mindestens stark vergoldet.

Im Wat Phra Singh, einer der schönsten Tempel-Anlagen von Chiang Mai bitten diese Buddha-Figuren um Spenden.

Diese Figürchen tragen alle eine Brille, offensichtlich ein Symbol für Belesenheit.

Viele lokale Besucher des Tempels kaufen kleine Goldplättchen, welche sie anschliessend bei dieser Buddha-Statue ankleben. Die Statue ist über und über mit kleinen, hauchdünnen Plättchen überzogen und erhält jeden Tag unzählige weitere Opfergaben. Ihr Gewicht nimmt so ständig zu, allerdings vom Gold nicht in dem Masse wie einige unserer Zeitgenossen durch ihre Hamburger.

Ein Mönch liest in einem Buch, seine entspannte Haltung ist für mich unvorstellbar, ich könnte schon nach wenigen Minuten nicht mehr aufstehen. Ihm scheint die untergeschlagenen Beine aber nichts auszumachen. Übung macht wohl auch hier den Meister.

Der Chedi im Garten sieht bei dem vorherrschenden Licht leider nicht sehr eindrücklich aus. Die Elefanten, welche die vergoldete Kuppel tragen, sind kaum erkennbar. Wir werden sicher noch viele weitere Tempelanlagen besichtigen, so dass die heutige Beleuchtung hoffentlich bald vergessen sein wird.
