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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Gold, Gold und noch mehr Gold
Auf gut 1000 m.ü.M. liegt die Tempelanlage Wat Phra That Doi Suthep westlich der Stadt Chiang Mai. Ihrem Besuch galt zur Hauptsache unser heutiger Tag.

Bei der Fahrt vom Stadtzentrum hinauf in die Berge bietet sich ab und zu ein schöner Blick über das Tal in Richtung Osten. Zu Füssen der Bergkette liegt die Stadt Chiang Mai. Wir waren vor den meisten Touristen beim Parkplatz und konnten so das Auto sehr nahe beim Aufgang auf den eigentlichen Tempelberg parkieren. Die Anlage liegt etwa 50 m höher als der Parkplatz und kann durch eine steile Treppe mit 290 Stufen erreicht werden. So erinnerte ich mich von meinem letzten Besuch vor 1 1/2 Jahren hier. Neben der Treppe gibt es aber offensichtlich seit längerem einen Schräglift, dank welchem die anstrengende Steigung in wenigen Mitnuten überwunden wird. Schweiss fliesst in der Anlage auch so noch genügend, die Temperatur betrug heute einiges über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Beim letzten Besuch wollten Kurt und ich einfach möglichst schnell zum Tempel, so dass wir uns gar nicht für den Lift interessierten. KMSS = Kein Mitleid, selber schuld. Zitat Brigitta, Kurt's Ehefrau.

Mühelos oben angekommen beginnt das Gold. Sämtliche Gebäude sind extrem stark verziert und geben so schöne Fotomotive ab. Der blaue Himmel hilft selbstverständlich beim Fotografieren! Diese Bauten gehören noch nicht zur eigentlichen Tempelanlage, diese kann durch die Treppen auf der linken und rechten Seite erreicht werden.

Die grossen Glocken werden oft von den Pilgern angeschlagen, ihr tiefer Klang begleitet den Besucher während der ganzen Besichtigung.

Über den grossen Glocken hängen noch viele kleinere Glöckchen, welche von den Pilgern hier aufgehängt werden. Sie werden nicht geschlagen.

Buddha-Figuren sind allgegenwärtig, sie sind in unterschiedlichsten Stellungen: Stehend mit erhobenen Händen, sitzend und auch liegend. Die einzelnen Handstellungen haben ihre genauen Bedeutungen, nähere Informationen gibt es für Interessierte hier (Klick mich!).

Diese Geste ist sehr häufig, sie bedeutet „Erdberührung“, Buddha ruft die Erde als Zeugin für die Wahrheit seiner Aussagen an. Neben den Statuen finden sich immer auch kunstvolle Blumengestecke als Geschenke für Buddha, viele Blumen sind von gelber Farbe, der Farbe Buddhas und auch der Könige.

Noch mehr Gold an diesen Gebäuden, einzige Ausnahme bildet der grüne Buddha, eine sogenannte „Emerald-Statue“. Dies ist eine Nachbildung des berühmten Emerald-Buddhas in Bangkok, um den sich viele interessante Geschichten ranken. So soll er einst von Chiang Rai nach Chiang Mai und von hier nach Lampang etwas südlich verlegt werden. Er landete auch in Luang Prabang im nahen Laos sowie in Vientiane, ebenfalls in Laos. Nun hat er seine Heimat (vorerst?) in Bangkok. Hier (Klick mich!) gibt es mehr Informationen dazu.

Das Prunkstück der Anlage ist die vergoldete Chedi (auch Stupa genannt), welche hier im schönsten Sonnenlicht blendet.
Der ganze heutige Tag war mehr oder weniger sonnig. Am späteren Nachmittag zogen Wolken auf, welche sich aber bis zu unserer Rückkehr vom Nachtessen ruhig verhielten. knapp vor 23 Uhr konnte sie jedoch ihren Inhalt nicht mehr halten und ein gigantisches Gewitter brach über die Stadt herein. Starke Regenfälle, helle Blitze und laute Donner machten die Nacht zeitweise zum Tag. Ein wahres Höllenspektakel.
