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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Nach viel Gold nun viel mehr Grün
Auf dem Weg von Chiang Mai an den nördlichen Rand von Thailand wollten wir heute in Chiang Rai Station machen. Den Weg hätten wir entweder über die Hauptstrasse oder dann über Nebenstrassen über die Berge unter die Räder nehmen können. Leser, die mich kennen, ahnen wohl, welchen Weg wir wählten.

Schon wenige km ausserhalb von Chiang Mai sahen wir die ersten Reisfelder entlang der Strasse. Der Reis ist schon recht hoch gewachsen und wird wohl in wenigen Wochen geerntet. In vielen Gebieten Thailands wird pro Jahr zweimal Reis angebaut und geerntet. Die klimatischen Voraussetzungen ermöglichen dies. Noch sind sie aber schön saftig grün. Hinter dem kleinen Wäldchen zeigt sich das rote Dach eines Tempels als Farbtupfer in der Landschaft. Die grüne Farbe sollte uns heute für den Rest der Tages begleiten.

Der Blick auf die andere Seite des Tales zeigt weitere Reisfelder sowie einen interessanteen Chedi auf einem Hügel. Die Wolken über den Bergen sind noch Überbleibsel des gestrigen Gewitters. Heute morgen war der Himmel über der Ebene wieder schön blau, die Temperatur zurück bei guten 30 Grad.

Die Berge sind bis weit hinauf bearbeitet, die Felder bedecken nahezu alle mehr oder weniger gut zugänglichen Flächen. Häuser sind ausserhalb der kleinen Ortschaften keine zu finden. Die meisten Leute wohnen entlang der Strassen oder dann in den Ortschaften.

In anderen Gebieten sind die Berge noch von dichten Wäldern bedeckt. Die Kalkfelsen sind für die Landwirtschaft nicht nutzbar und noch gibt es genügend ebene Flächen, so dass diese Berge im Urzustand belassen werden.

An einer Kreuzung sahen wir diesen Wegweiser: Ohne Navi wären wir hier am A… gewesen. Unser technisches Gadget wies und den Weg aber einmal mehr problemlos. Neben den grossen Strassen, welche viel von Touristen befahren werden, sind die Strassen meist in der lokalen Schrift gekennzeichnet, was für uns ohne Kenntnis der Thai-Schrift von lediglich beschränktem Nutzen ist.
Bei einem kurzen Stopp zur Beseitigung eines biologischen Problems wurden unsere Ohren heute unglaublich malträtiert. Zikaden machten einen Höllenlärm, den ich aufnahm. Falls der geneigte Leser ein Ohr voll nehmen möchte, ist der Ton hier (Klick mich!). Disclaimer: Für allfällige Höhrschäden lehne ich jede Verantwortung ab.

Auf knapp 1500 m waren wir nur wenig unterhalb der Wolken und ab und zu regnete es sehr stark. Hier bot sich unter dem Wolkendeckel ein Blick auf das nahe Haupttal, wo die Sonne schien. Bei uns regnete es in Strömen.

Als wir weiter ins Tal herunter fuhren, klarte der Himmel auch für uns auf und die Sicht in die fruchtbare Gegend war sehr gut. In dieser Gegend kann der Bauer offensichtlich einfach einen Samen in die Erde stecken und bereits kurze Zeit später spriesst eine Pflanze. Kein grosses Wunder: Temperaturen um die 30 Grad, eine hohe Luftfeuchtigkeit sowie häufige Niederschläge bilden ein ideales Umfeld für alle möglichen Pflanzen.

Während einiger Zeit fuhren wir hinter hochbeladenen Pickups her: Dieser hatte frische Zwiebeln geladen, andere sahen wir mit ebensolchen Ladungen von Knoblauch. Beides sind viel eingesetzte Zutaten der lokalen Küche.
