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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Von Gold und Grün zu Braun

Der nördlichste Punkt Thailands liegt etwas östlich von Mae Sai, dem Grenzübergang nach Myanmar. Das blaue Gebäude ist die Zollstation zwischen den beiden Ländern. Das gelbe Schild am Laternenpfahl zeigt die letzte Möglichkeit für einen U-Turn an, bevor dann die Grenzer die Autos stoppen. Wir wollten noch nicht nach Myanmar reisen, so drehten wir um.

Der Mekong bildet hier in Nordthailand die Grenze zwischen Thailand, Laos und Myanmar. Dieser Punkt ist auch als das Golden Triangle bekannt. Der grüne Spitz am linken Bildrand gehört zu Myanmar, die rechte Seite des breiten Flusses zu Laos und ich stehe in Thailand. Der breite Fluss in der Bildmitte ist der Mekong, der aus China kommend bis hier die Grenze zwischen Myanmar und Laos bildet.
Wegen der starken Regenfälle zur Monsunzeit führt der Mekong jetzt sehr viel Wasser, dieses ist eine braune Brühe, da die Wassermassen sehr viel Schwemm-Material mit sich führt.

Auf diesem Krug ist der Verlauf des Mekong gut sichtbar. Ab dem Golden Triangle bildet der Fluss zuerst die Grenze zwischen Thailand und Laos, bevor er dann für eine längere Strecke ganz in Laos verläuft, bevor er wieder zum Grenzfluss zwischen den beiden Ländern wird. Schliesslich durchquert er Cambodia und Vietnam, bevor er südlich von Saigon, Pardon, Ho Chi Minh City ins Südchinesische Meer fliesst.

Die goldene Buddha-Statue ist das Wahrzeichen des Golden Triangle, sie ist auf einem grossen Phantasieboot installiert.

Thomas und ich machten mit einem kleinen Boot eine Fahrt auf dem Mekong in die etwa 50 km entfernte Kleinstadt Chiang Khong. Diese Boote werden nun mit Flüssiggas betrieben und erreichen so eine Geschwindigkeit um die 50 km/h! Bei meinem letzten Besuch hier wurden die Boote noch mit Benzin angetrieben und verursachten viel stinkende Abgase. Das Gas verbrennt im Gegensatz dazu beinahe geruch- aber nicht geräuschlos. Entlang des Flusses sahen wir einige schöne Tempel, welche hoch über dem Ufer standen.

Kurz vor dem südlichen Wendepunkt lag auf der laotischen Seite die kleine Ortschaft Ban Houayxay. Bis hierhin säumten vor allem Bananenplantagen den Fluss auf diesem Ufer.

Der Mekong ist nicht nur für Touristen ein beliebtes Transportmittel, auch grössere Frachtschiffe befahren den Fluss. Zumindest in der Regenzeit, wenn die Stromschnellen in dieser Gegend schiffbar sind. In der Trockenzeit ist der Fluss lediglich für kleinere Boote zugänglich. Heute waren die Stromschnellen nicht sichtbar, im Februar 13 war dies ganz anders. Beim damaligen Tagebucheintrag war dies ganz anders (Klick mich!).
Kurz nachdem wir nach einem kleinen Halt wieder losfuhren, gerieten wir in einen Wolkenbruch. Ein starkes Gewitter mit Blitz und Donner nässte uns bis auf die Unterhosen. Trotz der Nässe und dem starken Fahrtwind bei gut 50 km/h froren wir überhaupt nicht. Selbst im stärksten Regen betrug die Temperatur immer noch knapp 30 Grad.

Am Flussufer werden für den Abend die ersten Essstände aufgebaut, hier werden schmackhafte Gerichte zu äusserst günstigen Preisen angeboten. Wir zogen jedoch ein Restaurant vor.
Ein Restaurant, in welchem ich schon mehrfach gut ass, liegt etwa 5 km südlich unseres Hotels. Wir bestellten unser Essen als wiederum ein Gewitter aufzog, die Nacht wurde zum Tag und der Donner machte jede Unterhaltung eher schwierig. Kaum wurde unser Essen aufgetragen, fiel der Strom aus und wir mussten bei Kerzenlicht weiter essen. Die starken Blitze reichten nicht für die Beleuchtung beim Essen. Immerhin blieben wir trocken!
Gerade eben zurück im Hotel brach schon das nächste Gewitter los, wiederum starke Regenfälle mit Blitz und Donner. Im warmen Bett spielt das aber keine Rolle, im Gegenteil! Die starken Regen hielten die ganze Nacht an.
