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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Reis - das Brot Asiens
Wir Langnasen (der asiatische Ausdruck für Westler) essen täglich Brot oder Teigwaren, die Asiaten ihren täglichen Reis. Vielfach zu sämtlichen Mahlzeiten des Tages. Dieser muss angebaut werden und gerade im Norden Thailands ist nahezu jede einigermassen flache Ebene von Reisfeldern überzogen.
Wir fuhren heute von Sukhothai nach Bangkok und so während langen Abschnitten der Route inmitten von Reisfeldern in diversen Stadien der Reife.

Dieses Feld wurde erst vor kurzem neu angesät, die einzelnen Pflänzchen sind noch sehr klein und stehen noch im Wasser. In einzelnen Gebieten Thailands wird bis zu zweimal pro Jahr Reis geerntet. Reis ist das wichtigste Nahrungsmittel der Thais, zudem ist Thailand gemäss einzelnen Quellen auch der grösste Reisexporteur weltweit.

Bei diesem Feld ist der Reis erntereif, eine Erntemaschine ist auf demselben Feld bereits am arbeiten.

Der farbenfrohe Mähdrescher in voller Aktion. Die reifen Körner werden oben in einen Behälter geladen, das geleerte Stroh fliegt hinten aus der Maschine.

Kleinere Reisbauern trocknen den Reis auf Blachen auf der Strasse, rücksichtsvolle Auto- und Töfffahrer weichen diesen aus.

Die einzelnen Reiskörner sind noch in den Spelzen verpackt, diese werden erst in einem weiteren Arbeitsgang entfernt.
Zum Reis gibt es in Asien eine interessante Geschichte: Ein Kaiser von China spielt mit einem Bauern Schach und verliert. Der Bauer hat einen Wunsch frei und wünscht sich als Belohnung Reis auf dem Schachbrett. Und zwar so, dass auf dem ersten Feld ein Reiskorn liegt, auf dem zweiten Feld 2 Reiskörner und dann auf jedem weiteren Feld jeweils die doppelte Menge an Reiskörner des vorhergehenden Feldes. Der Kaiser meint, das mache er gerne. Ist dies so einfach und eine gute Idee? Ich hätte den Vorschlag nicht akzeptiert, den Grund dafür gibt es zB. hier zu lesen (Klick mich!).

Unterwegs machten wir ab und zu auf Raststätten entlang der Strasse Halt, einerseits um unsere biologischen Bedürfnisse zu stillen, andererseits auch, um die Beine etwas zu strecken. Bei sämtlichen Raststätten gibt es immer Behindertenparkplätze und Rampen, damit die Toiletten auch mit Rollstühlen erreichbar sind. Vorbildlich, da könnte auch die Schweiz etwas lernen!

Ein grafisch schön gestaltetes, pfiffiges Schild am Behinderten-WC gefiel mir: Die einen haben eine Rundung vor dem Körper, andere einen runden Buckel, wieder andere etwas Rundes unter dem Hintern! Rauchen ist für alle gleichermassen verboten.
