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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Die erste Hauptstadt im heutigen Königreich Thailand - Sukhothai
Im 13. und 14. Jhdt. war Sukhothai die erste Hauptstadt eines ersten grossräumigen Königreiches im heutigen Thailand. Heute stehen von der einstigen Stadt nur noch Ruinen von Tempeln und viele Buddha-Figuren. Seit meinem ersten Besuch vor vielen Jahren zählt der Geschichtspark zu meinen Lieblingsorten Thailands.

Leider müssen auch hier die Touristen auf einige elementare Benimmregeln hingewiesen werden. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, nicht auf die Monumente zu steigen und auch nicht die Buddha-Figuren als Hintergrund für ein heute trendiges Selfie zu benützen. Die Tatsache, dass solche Schilder überhaupt notwendig sind, spricht leider eine klare Sprache.

Stupas sind im Park allgegenwärtig. Oft stehen sie auf kleinen Inseln in den künstlichen Wasserflächen und sind nur über schmale Brücken zu erreichen. Die weissblühenden Frangipani sind ebenfalls in der gesamten Anlage vertreten.

Die Säulen sind die Überbleibsel einer Tempelanlage, das Dach hat die Zeit nicht überlebt. Die Stupa sowie die Buddha-Figur wurden wieder aufgebaut und mit modernen Teilen ergänzt. Immerhin lässt sich so das Aussehen der einstigen Anlage noch erahnen.

Diese Anlage stammt vermutlich aus dem 12. Jhdt., sie wurde als eine der ersten Anlagen überhaupt im Khmer-Stil errichtet. Die Khmers waren die Erbauer der gigantischen Anlage von Angkor Wat in Cambodia, einige hundert km im Osten. Die Khmer waren unter den vielen Regenten in Teilen Thailands, welche im Laufe der Zeit wieder vertrieben wurden. Ihre steinernen Zeugen stehen aber noch heute.

Bei den meisten Tempeln der Buddha-Religion steht ein Bodhi-Baum (Ficus religiosa), der ein Abkömmling desjenigen Baumes sind, unter welchem Buddha vor mehr als 2500 Jahren der Legende nach seine Erleuchtung hatte. Diese Bäume gelten den Buddhisten noch heute als heilig. Bei diesem Exemplar wurden im Wurzelstock zahllose kleine Buddha-Figuren als Zeichen der Verehrung hinterlassen.

Eine weitere Buddha-Figur inmitten von nun nutzlosen Säulen, welche vom ursprünglichen Tempel noch übrig sind. Immerhin zeigen auch sie noch den ungefähren Grundriss des ehemaligen Gebäudes nach.

Viele Wasserflächen sind von Seerosen überwachsen und bei dem heutigen windlosen Tag spiegeln sich die Säulen und Stupas im glatten Wasser. Auch in Sukhothai waren heute sehr wenig Leute unterwegs, so dass wir ungestört fotografieren konnten, ohne immer den Moment abzuwarten, wo gerade niemand durch das Bild läuft. Eine Wohltat!

Eine Stupa ausserhalb der ummauerten Altstadt ist berühmt wegen der ihre Basis schückenden Elefanten. Auch die Elefanten sind teilweise mit Beton wiederhergestellt. Im Laufe der Zeit verfielen die meisten der urspünglichen Figuren.

Die spitze Stupa mit den Elefanten kontrastiert gut mit dem riesigen runden Baum auf der linken Seite. Diese Bäume sind in dieser Anlage sehr häufig vertreten. Auf der Stupa wächst bereits ein kleiner Baum, wenn der nicht bald entfernt wird, zerstört er das Bauwerk langsam. Die Anlage muss laufend von Pflanzen befreit werden, sonst wäre sie in wenigen Jahrzehnten vom Wald überwuchert.

Eine riesige Buddha-Statue steht innerhalb einer ummauerten Struktur. Von weitem sieht es aus, als ob Buddha neugierig hinausschaue.

Die Statue im Innern ist wirklich gigantisch: Die Hand wurde von Verehrern mit Goldplättchen verziert, was ihr ein eher seltsames Aussehen verleiht.

Den heutigen Schlusspunkt setzt eine der schönsten Blumen Asien, eine Lotus-Blüte. Die Blätter der Pflanzen sind neben der wunderschönen Blüte ebenfalls sehr interessant: Sie weisen Schmutz nahezu vollständig ab. Wassertropfen bleiben fast kugelrund auf den Blättern und rollen auf diesen umher, ohne dass auch nur kleinste Spuren zurückbleiben. Die Pflanzen gelten in Asien deshalb als Symbol für Reinheit; die meisten Teile werden verwendet. Sie dienen sowohl als Nahrungsmittel als auch für viele andere Zwecke. Eine Pflanze, die nicht nur schön ist, sondern auch noch überaus nützlich.
