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Details
Kategorie: Thailand und Burma 16
02. September 2016

Die heilige Insel und sonst noch viel heiliges

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Mitten im Irrawaddy liegt die Insel Kyun Daw, welche auch als heilige Insel bekannt ist. Unter anderem verdankt sie ihren Namen der Tatsache, dass auf ihr eine Pagodenanlage mit ursprünglich einmal mal 800 einzelnen Pagoden steht. Die meisten davon sind in ansprechendem Zustand, einige jedoch auch schon stark zerfallen. Unser Schiff konnte nicht direkt an der Insel anlegen, wir ankerten mitten im Fluss und setzten mit einem kleinen Boot über.

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Ein Teil unserer Mannschaft begleitete uns auf dem Ausflug, die meisten der Jungs hatten die Insel noch nie gesehen, andere kauften auf der Insel Pomelos sowie Rambutan ein. Diese werden hier angebaut und anscheinend günstig verkauft. Auf dem Schiff gibt es jeden Tag viele Früchte, also nutzt die Mannschaft die Gelegenheit.

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Den Bewohnern geht es sehr gut, sie leben von der Landwirtschaft, welche auf den Böden gute Ernten ergibt. Der Irrawaddy überflutet die Insel periodisch und hinterlässt entsprechend viele Nährstoffe im Boden. Die Häuser sind in sehr gutem Zustand, rund um die Höfe ist jeweils schön aufgeräumt. Leider gilt dies nicht für die Flussufer, dort landet aller Müll direkt am Wasser und wird vom Fluss bei Hochwasser weggeschwemmt. Der Plastik bliebt dann leider flussabwärts im Gebüsch hängen. In der Vor-Plastik-Zeit war das kein Problem; die Bananenblätter und sonstigen organischen Materialien, welche zur Verpackung der Lebensmittel dienten, verrotteten schnell. Plastik dagegen hat eine sehr lange Verweildauer in der Umgebung.

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Dieses Haus ist noch im Bau. Das Teak-Holz wurde schon mit Erdöl eingerieben und so gegen Insektenbefall und Regen imprägniert. Die Satellitenschüssel darf natürlich auch hier nicht fehlen. Leider in der falschen Farbe, oder ging nur das Öl aus?

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Vom Flussufer aus führt ein gedeckter Pilgerweg zum Zentrum der Pagoden-Anlage. Wie immer muss dieser Weg mit nackten Füssen begangen werden. Menschen dürfen keine Schuhe tragen, die Kühe ebenfalls nicht. Allerdings dürfen letztere ab und zu ihr Geschäft verrichten. Da sie dies ziemlich überall tun bedeutet dies einen wahreren Spiessrutenlauf für den barfüssigen Touristen.

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Bald schon sahen wir die ersten heiligen Pagoden mit den weissen Tafeln, welche an die Personen erinnern, welche Geld für die Instandstellung spendeten. Auch dieses Geld erhöht das Karma, welches für die Erreichung des Nirvana notwendig ist. Eine gute Einrichtung …

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Hier gäbe es noch Spende-Bedarf! Bei Interesse an einer Tafel kann unser Reiseveranstalter sicher vermitteln, ich leite entsprechende Anfragen gerne weiter. Die Tafeln könnten sicher auch mit unseren Schriftzeichen gedruckt werden. Wie an diesen Pagoden gut sichtbar ist, würden in diesem Klima sämtliche Anlagen in kurzer Zeit wieder von der Natur zurückerobert, wenn sie nicht dauernd von der Vegetation befreit würden.

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 Die Hauptpagode leuchtet selbstverständlich in Gold, eher unüblich sind die roten Dächer der anderen Gebäude. Aber auch hier immer wieder Gold, Gold und noch mehr Gold. Meist allerdings Goldfarbe und nicht Blattgold.

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Interessant fand ich diese heilige Ratte, welche hier zu Füssen Buddha’s liegt. Ratten im Nirvana, oder ein als Ratte wiedergeborener Anhänger?

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Schon verständlicher ist dieser Tresor: Der heilige Mammon darf natürlich auch hier nicht fehlen. Der Deckel ist mit drei Schlössern versehen, das Geld kann so von Unbefugten nicht entnommen werden. Hinten sind es massive Ketten, welche den Tresor an der Säule festhalten.

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Wir sind hier etwa 40 km Luftlinie von der chinesischen Grenze entfernt. Die Gesichter dieser beiden Glockenträger-Figuren zeigen chinesische Züge. Die Einflüsse der anderen Kultur schwappen hier über die Grenze. Die Nähe zu China ist auch der Grund, weshalb diese Gegend nur mit einer Sondergenehmigung bereist werden kann. Unser Schiffsmanager muss bei jeder Anlegestelle die Pässe sämtlicher Mitreisenden der Polizei vorweisen.

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Drei heilige Mönche stehen im Garten und betteln um Spenden. Die Tafeln kann ich nicht entziffern, so kann ich auch nichts über die Bedeutung der Figuren sagen. Es muss der Anblick der Gestalten genügen.

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Unsere Schiffscrew kaufte auf der Insel Früchte ein, welche hier mit uns auf das Boot warten. Auf die Rambutan freue ich mich schon heute!
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