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- Kategorie: Thailand und Burma 16
Auf den Spuren von George Orwell in Katha
1927 verbrachte George Orwell, der berühmte englische Schriftsteller - sein berühmtestes Buch ist „1984“ -, ein Jahr in Katha als britischer Polizeioffizier. Später schrieb er seine Erinnerungen im Buch „Burmese Days“ auf. Ein Roman, der ihn auf einen Schlag bekannt machte. Bevor wir aber in Katha ankamen, hatten wir einige ganz spezielle Erlebnisse.
Der Tag begann mit Regen und als ich um 6 Uhr auf Deck beim ersten Kaffee sass, ging gerade eine Gruppe von Mönchen auf Betteltour ins Dorf. In vielen Gegenden in Asien ist dies ein tägliches Morgen-Ritual, alle Haushalte geben den Mönchen Nahrungsmittel. Ein Mönch isst lediglich einmal pro Tag, dies am frühen Morgen.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt legten wir gegen 9 Uhr im kleinen Kaff Nat Inn an. Hier waren noch kaum je Schiffe oder sonstige Touristen zu Gast, was für ein phantastisches Schauspiel sorgte. Heute war schulfrei, viele Kinder versammelten sich am Ufer, um uns zu bestaunen. Die Kunde von der Ankunft der Marsmenschen verbreitete sich schnell, immer mehr Einheimische strömten zum Ufer. Ein interessanter Mix aus traditionellem Make-up und ebensolchen Kopfbedeckungen zusammen mit modernen Kleidern und Baseball Caps.

Eine Mutter mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm, beide zeigen die Thanaka-Bemalung. Zu Beginn meiner Burma-Reisen fand ich diesen Schmuck eher seltsam, mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt. Thanaka wird aus der Rinde eines Baumes gewonnen, die abgeriebene und fein gemahlene Paste streichen sich viele Burmesen ins Gesicht. Schmuck, Sonnenschutz sowie auch als Hautcreme soll sich diese sehr gut eignen.

Für die Jugendlichen war unser Schiff sehr interessant, in Reih und Glied sassen sie am Ufer und bestaunten das moderne Gefährt. Ganz sicher war noch nie eines dieser Kinder auf einem vergleichbaren Schiff. Die Schiffe für die Einheimischen sind unendlich viel einfacher. Beim ersten Besuch der Ausserirdischen würden wir vermutlich nicht viel anders staunen.

Von der Anlegestelle führt ein Holzsteg ins Dorfzentrum. Bei Hochwasser ist der Weg überflutet, ausser dem Steg gibt es dann keine Möglichkeit, sich einigermassen trockenen Fusses zwischen den beiden Orten zu bewegen.

Zur Zeit wird auf diesem Feld gerade der Reisanbau vorbereitet: Mit zwei Ochsen pflügt der Bauer sein Feld, bevor anschliessend die kleinen Reispflänzchen ausgebracht werden. Nach 100 Tagen kann der Reis dann geerntet werden. Es gibt im Norden Myanmars lediglich eine Reisernte pro Jahr, weiter im Süden kann auch mehrfach geerntet werden.

Etwas höher gelegene Felder sind bereits bestellt, bei den anderen warten die Bauer, bis die Regenzeit vorbei ist, damit die Gefahr von Überschwemmungen gebannt ist. Ein überschwemmtes Feld muss nochmals neu bearbeitet werden, eine mühsame Arbeit!

Wieder zurück beim Fluss hat die Neugierde der Einheimischen noch nicht nachgelassen. Eine ganze Gruppe betrachtete das Geschehen mit skeptischem Blick. Was geht wohl in deren Köpfen vor, welche Gedanken machen sie sich?

Nach der Gemeinde mit sehr wenig Fremdenkontakt galt unser nächster Stopp Katha, der Stadt Orwells. Ein vollkommen anderes Bild, hier leben ca. 80’000 Einwohner, die Stadt bietet alle Zentrumsfunktionen für die weitere Gegend. Ein Gymnasium, ein Spital, viele Schulen, Pagoden und selbstverständlich auch eine grössere Polizeistation. Viele Häuser sind hier nicht mehr nur aus Holz, viel Beton und Wellblech dominiert das Stadtbild. Auch gibt es viele einfache Restaurants und allerlei Geschäfte, welche die Leute der Umgebung benötigen.

Das Haus, in welchem Orwell während seiner Zeit hier lebte, ist ziemlich verfallen. Aus Holz errichtet, leidet es unter dem Klima, insbesondere, wenn es nicht gut unterhalten wird. Da Orwells Präsenz hier an die britische Kolonialzeit erinnert, ist es verständlich, dass die Burmesen das Haus verlottern lassen. Kann sein, dass sich dies sich unter der neuen Regierung ändern wird. Angesichts der wenigen übrigen Attraktionen in dieser Stadt könnte ein renoviertes Haus zusätzliche Touristen hier hin bringen.
Auf allen Märkten und in jedem noch so kleinen Kaff findet man diese Zutaten für das lokale Rauschmittel. Offenbar hat es nur eine kleine Wirkung, doch sehr viele Einheimische bedienen sich dessen Eigenschaften. Die zerkleinerte Betelnuss wird zusammen mit gelöschtem Kalk in Blätter des Betelpfeffers eingerollt und dann gekaut. Je nach persönlichen Vorlieben wird noch etwas Tabak oder eine andere Zugabe mit eingerollt.
Der Tag begann mit Regen und als ich um 6 Uhr auf Deck beim ersten Kaffee sass, ging gerade eine Gruppe von Mönchen auf Betteltour ins Dorf. In vielen Gegenden in Asien ist dies ein tägliches Morgen-Ritual, alle Haushalte geben den Mönchen Nahrungsmittel. Ein Mönch isst lediglich einmal pro Tag, dies am frühen Morgen.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt legten wir gegen 9 Uhr im kleinen Kaff Nat Inn an. Hier waren noch kaum je Schiffe oder sonstige Touristen zu Gast, was für ein phantastisches Schauspiel sorgte. Heute war schulfrei, viele Kinder versammelten sich am Ufer, um uns zu bestaunen. Die Kunde von der Ankunft der Marsmenschen verbreitete sich schnell, immer mehr Einheimische strömten zum Ufer. Ein interessanter Mix aus traditionellem Make-up und ebensolchen Kopfbedeckungen zusammen mit modernen Kleidern und Baseball Caps.

Eine Mutter mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm, beide zeigen die Thanaka-Bemalung. Zu Beginn meiner Burma-Reisen fand ich diesen Schmuck eher seltsam, mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt. Thanaka wird aus der Rinde eines Baumes gewonnen, die abgeriebene und fein gemahlene Paste streichen sich viele Burmesen ins Gesicht. Schmuck, Sonnenschutz sowie auch als Hautcreme soll sich diese sehr gut eignen.

Für die Jugendlichen war unser Schiff sehr interessant, in Reih und Glied sassen sie am Ufer und bestaunten das moderne Gefährt. Ganz sicher war noch nie eines dieser Kinder auf einem vergleichbaren Schiff. Die Schiffe für die Einheimischen sind unendlich viel einfacher. Beim ersten Besuch der Ausserirdischen würden wir vermutlich nicht viel anders staunen.

Von der Anlegestelle führt ein Holzsteg ins Dorfzentrum. Bei Hochwasser ist der Weg überflutet, ausser dem Steg gibt es dann keine Möglichkeit, sich einigermassen trockenen Fusses zwischen den beiden Orten zu bewegen.

Zur Zeit wird auf diesem Feld gerade der Reisanbau vorbereitet: Mit zwei Ochsen pflügt der Bauer sein Feld, bevor anschliessend die kleinen Reispflänzchen ausgebracht werden. Nach 100 Tagen kann der Reis dann geerntet werden. Es gibt im Norden Myanmars lediglich eine Reisernte pro Jahr, weiter im Süden kann auch mehrfach geerntet werden.

Etwas höher gelegene Felder sind bereits bestellt, bei den anderen warten die Bauer, bis die Regenzeit vorbei ist, damit die Gefahr von Überschwemmungen gebannt ist. Ein überschwemmtes Feld muss nochmals neu bearbeitet werden, eine mühsame Arbeit!

Wieder zurück beim Fluss hat die Neugierde der Einheimischen noch nicht nachgelassen. Eine ganze Gruppe betrachtete das Geschehen mit skeptischem Blick. Was geht wohl in deren Köpfen vor, welche Gedanken machen sie sich?

Nach der Gemeinde mit sehr wenig Fremdenkontakt galt unser nächster Stopp Katha, der Stadt Orwells. Ein vollkommen anderes Bild, hier leben ca. 80’000 Einwohner, die Stadt bietet alle Zentrumsfunktionen für die weitere Gegend. Ein Gymnasium, ein Spital, viele Schulen, Pagoden und selbstverständlich auch eine grössere Polizeistation. Viele Häuser sind hier nicht mehr nur aus Holz, viel Beton und Wellblech dominiert das Stadtbild. Auch gibt es viele einfache Restaurants und allerlei Geschäfte, welche die Leute der Umgebung benötigen.

Das Haus, in welchem Orwell während seiner Zeit hier lebte, ist ziemlich verfallen. Aus Holz errichtet, leidet es unter dem Klima, insbesondere, wenn es nicht gut unterhalten wird. Da Orwells Präsenz hier an die britische Kolonialzeit erinnert, ist es verständlich, dass die Burmesen das Haus verlottern lassen. Kann sein, dass sich dies sich unter der neuen Regierung ändern wird. Angesichts der wenigen übrigen Attraktionen in dieser Stadt könnte ein renoviertes Haus zusätzliche Touristen hier hin bringen.
Auf allen Märkten und in jedem noch so kleinen Kaff findet man diese Zutaten für das lokale Rauschmittel. Offenbar hat es nur eine kleine Wirkung, doch sehr viele Einheimische bedienen sich dessen Eigenschaften. Die zerkleinerte Betelnuss wird zusammen mit gelöschtem Kalk in Blätter des Betelpfeffers eingerollt und dann gekaut. Je nach persönlichen Vorlieben wird noch etwas Tabak oder eine andere Zugabe mit eingerollt.
