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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Seide, Gold und noch mehr Gold

Wie alles in Luang Prabang sind auch die typischen TukTuk äusserst farbenfroh. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten Asien sind sie eher gross, sie können 8 Personen plus den Chauffeur angenehm transportieren. Wenn wir nur zu zweit fahren, ist ein TukTuk viel zu gross für uns. Aber immer noch bequemer, als längere Strecken zu Fuss zu gehen.

Auch die Mönche müssen essen: Lediglich eine Mahlzeit pro Tag ist ihnen erlaubt, diese muss vor 12 Mittags eingenommen werden, nachher ist Essen nicht mehr erlaubt. Jeder isst einzeln für sich an einem kleinen Tisch, Tischgespräche sind eher ungewohnt. Hier in Luang gehen die Mönche am frühen Morgen auf eine Essensammlung in den Strassen der Stadt. Ein Mönch soll seine ganze Lebenszeit mit der Verehrung Buddhas verbringen, die Beschaffung von Nahrungsmitteln ist ihm demnach nicht zuzumuten. Die Einheimischen geben den Mönchen jeden Morgen etwas Nahrung. Reis mit Zutaten oder auch Früchte werden übergeben. Auch Touristen beteiligen sich am Ritual.

In Luang blüht wegen der vielen Touristen das Kunsthandwerk. Etwas ausserhalb der Stadt haben eine Engländerin und eine Laotin eine Seidenweberei mit den Namen „East meets West" eingerichtet. Die Seide wird von der Raupenzucht bis zur Färberei hier hergestellt und auch verarbeitet. Wir besuchten „East meets West", wo schöne Seidenprodukte verarbeitet werden. Rohseide wird mit Naturfarben gefärbt und dann zu Schals, Umhängetüchern und weiteren Gegenständen gewebt. Ein sehr aufwendiger Prozess.

Die eingefärbte Seide wird in dicken Strängen zum Trocknen aufgehängt, bevor sie in den Webstühlen zu feinen Stoffen verwoben wird.

Der Zusammenfluss zweier Flüsse, dem grossen Mekong sowie einem kleineren Zufluss, dem Nam Khan. Findige Laoten haben an dieser schönen Stelle ein Kaffee eingerichtet, von wo aus sich ein grandioser Ausblick bietet. Im Vordergrund bauen Einheimische viele Gemüse an, welche auch am heutigen Sonntag emsig gepflegt werden.

Der Zufall wollte es, das gerade ein orange gewandeter Mönch eine Fussbrücke über den Zufluss überquerte. Immer ein schönes Motiv.

Der Wat Xieng Thong oder Goldener Stadttempel wurde bereits 1560 erbaut und seither immer wieder renoviert. In diesem stark vergoldeten Gebäude wird das sogenannte Totenschiff, der Bestattungswagen der königlichen Familie, aufbewahrt. Auch dieses selbstverständlich vollständig vergoldet. Aber auch mit all dem vielen Gold endete die Reise für den König letztlich auf dem Friedhof.

Zwei weitere Tempel, auch sie vergoldet und stark verziert. In der Abendsonne kommen die Farben noch stärker zur Geltung.

Einer der kleineren Tempel in der Detailansicht. 3-stufige Dächer sind in Luang bei vielen Tempeln anzutreffen. Ganz untypisch sind die feinen Verzierungen an den Seitenwänden.

Eine stark vergrösserte Ansicht der Seitenwand, an der Szenen aus dem täglichen Dorfleben dargestellt sind. Farbige Glassplitter werden zu kunstvollen Mosaiken zusammen gesetzt.
